Coinbase im Test

Coinbase Besonderheiten

Coinbase.com ist die größte internationale Umtauschplattform für Euro in Kryptowährungen

Vorteile

  • beste Usability
  • größter, seriösester Anbieter

Nachteile

  • wenige Kryptowährungen
  • wenige Bezahlmöglichkeiten (nur Überweisung und Kreditkarte)

Von Coinbase unterstützte Kryptowährungen

Bei Coinbase kaufen. So geht's

  • bei Coinbase registrieren
  • Verifizierungsprozess durchführen
  • Euro zu Coinbase überweisen
  • auf Kaufen/Verkaufen klicken
  • Währung auswählen, Betrag auswählen und bestätigen

Gebühren

Coinbase nimmt beim Kauf und Verkauf Gebühren in Höhe von 1,5 Prozent. Zusätzlich setzt der Anbieter einen eigenen Kurs fest. Er liegt oft ein Stück über dem Preis, der an Börsen gehandelt wird. Für den Kauf mit Kreditkarte fallen 3,99 Prozent an.

Zahlungsmethoden

Sprachen

Coinbase – Fazit

Coinbase ist der mit Abstand größte und erfolgreichste Anbieter für den Direktkauf und Verkauf von Kryptowährungen. Bereits sehr früh hat der amerikanische Anbieter erkannt, dass der Einstieg so einfach wie möglich sein muss. In unserem Test belegte Coinbase dennoch nur den X. Platz. Abzüge gab es vor allem aufgrund der im Vergleich bescheidenen Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten und der geringen Auswahl an Währungen. Punkten konnte Coinbase hingegen durch die Sicherheit der Plattform, die glaubwürdig an Kunden vermittelt wird.

Etwas seltsam ist, dass Coinbase laut AGB nicht an Kunden aus Deutschland adressiert ist. Die Registrierung beziehungsweise Verifizierung und der Handel mit Kryptowährungen funktioniert allerdings für hundertausende deutsche Kunden seit Jahren problemlos. Womöglich stellt der Hinweis nur eine rechtliche Absicherung für Coinbase dar.

Informationen zur Nutzung

Coinbase bietet für alle angebotenen Kryptowährungen sogenannte “Hosted Wallets” an. Einsteiger müssen sich dadurch zunächst nicht mit den teils komplizierten Mechanismen zur Verwahrung von Kryptowährungen herumschlagen. Durch das Anvertrauen geben sie nichtsdestotrotz ein Stück finanzielle Souveränität auf, die Analogie zur normalen Bank liegt nahe. Diese Art der Aufbewahrung widerspricht dem Kerngedanken von Kryptowährungen. Wie bei allen getesteten Anbietern kann man sich die gekauften Kryptowährungen natürlich auch auf ein eigenes Wallet übertragen.

Für den Kauf von Kryptowährungen muss man bei Coinbase nach der Verifizierung zunächst sein Euro-“Wallet” aufladen, also Geld einzahlen. Das funktioniert per Banküberweisung und dauert 2 Tage. Schneller geht es mit Kreditkarte. Die hohen Kreditkartengebühren machen diesen Einzahlungsweg aber deutlich teurer. Ist das Euro-Wallet mit Kapital gefüllt, lassen sich die Euro innerhalb von Sekunden Euro in die angebotenen Kryptowährungen tauschen.

83%
29/35 Punkte

Coinbase im Test: Nutzerfreundlichkeit

Nutzerfreundlichkeit der Webseite In der Bedienbarkeit ist Coinbase eindeutiger Vorreiter. Auf keiner anderen Plattform war der Einstieg in Bitcoin & Co. so einfach wie auf Coinbase.com. Auch wenn der Markt inzwischen aufgeholt hat, bleibt die intuitive Benutzeroberfläche mit Webseite und App Spitze. 
Anzahl der Kryptowährungen Coinbase legt sehr viel Wert auf Sicherheit und Konfirmität mit den gängigen Regularien (siehe unten). Der Anbieter hat daher einen relativ strengen Kriterienkatalog, den eine Kryptowährung erfüllen muss, bevor sie für die Handelsplattform in Betracht gezogen wird. Das hat dazu geführt, dass aktuell nur ein Handvoll Kryptowährungen zum Kauf stehen. Zwar hat Coinbase angekündigt, in nächster Zeit noch weitere Kryptowährungen hinzuzufügen. Doch bislang ist die Auswahl im Vergleich zur Konkurrenz serh schmal.
Bezahlmethoden Coinbase ist ein Anbieter mit globaler Zielgruppe. Bezahlmethoden sind aber oft durch lokale Präferenzen geprägt. So sucht man die im deutschen Raum übliche SOFORTÜberweisung vergeblich. Giropay oder PayPal sind ebenso Fehlanzeige. Wer nicht die hohen Kreditkartengebühren in Kauf nehmen will, dem bleibt nur gute alte SEPA-Überweisung übrig. Die zwei Tage Wartezeit müssen Nutzer mitbringen. In dieser Hinsicht gab es in unserem Test klar Abzüge.
Registrierung und Verifizierung Coinbase benötigt für eine vollständige Nutzung der Plattform eine Reihe von persönlichen Informationen. Das Ziel der Abfrage besteht darin, den gesetzlichen Bestimmungen, zum Beispiel zu Geldwäsche, zu genügen. Neben den Ausweisdaten wird allerdings auch abgefragt, woher das eingesetzte Geld stammt. Fragen zur beruflichen Situation kommen ebenfalls vor. Das scheint zwar niemand zu überprüfen. Trotzdem handelt es sich um einen Eingriff in die Privatsphäre, den andere Anbieter in dieser Form nicht verlangen.

Registrierung und Verifizierung Die Verifizierung erfolgt auch bei Coinbase mittels Foto des Ausweises per Webcam oder Handykamera. Der ganze Prozess dauert allerdings etwas länger als zum Beispiel bei Bitpanda. Die endgültige Freischaltung des Accounts nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch.

Sonstige Funktionen: Hier kann Coinbase punkten. Sehr hilfreich ist zum Beispiel die Funktion, per Dauerauftrag in regelmäßigen, frei definierbaren Abständen einen bestimmten Betrag zu kaufen oder zu verkaufen. Auch die umfassenden Reportmöglichkeiten sind in unserem Test positiv aufgefallen. Darüber hinaus existiert die Möglichkeit, mit dem “Coinbase-Bündel” mehrere Kryptowährungen auf einmal zu kaufen. Das kommt einem “Krypto-Indexfond” sehr nahe.
Zu guter Letzt sei der ‘Vault‘ erwähnt. Er bietet eine erhöhte Sicherheit der bei Coinbase verwalteten Kryptowährungen. Auszahlungen daraus lassen sich jederzeit  innerhalb von 48 Stunden abbrechen. Auch können Transaktionen so konfiguriert werden, dass die Zustimmung von mehreren Personen nötig wird, bevor die Transaktion sendet. 98 Prozent der Einlagen sind laut Coinbase in geographisch verteilten “Cold Storage”-Lokationen gesichert. Das bedeutet, dass sie nicht mit dem Internet verbunden sind. Da die beschriebenen Zusatzfunktionen weit über die Leistung anderer Anbieter hinausgehen, vergeben wir hier zusätzlich zur Maximalpunktzahl einen Bonuspunkt.

72%
18/25 Punkte

Coinbase: Gebühren und Konditionen

Gebühren für Kauf und Verkauf Die Gebühren beim Kauf mit SEPA-Überweisung betragen 1,5 Prozent vom Kaufpreis. Mit Kreditkarte fallen 3,99 Prozent an. Hinzu kommt, dass Coinbase den Kaufpreis selbst festlegt. Laut Coinbase kann es eintreten, dass dieser Preis zusätzlich bis zu 0,5 Prozent vom eigentlichen Preis abweicht, für den Coinbase einkauft. Dieser als “Spread” bekannte Aufschlag ist direkt im angezeigten Preis enthalten.

Kurs im Vergleich zu Marktpreisen In unserem Test tendierten die Coinbase-Kaufpreise im Vergleich zu anderen Anbietern nach oben.

Gebühren für Auszahlungen Coinbase verlangt 0,10 Cent für die Auszahlung von Guthaben in Euro. Das Senden von Kryptowährungen kostet nur die Minergebühr und ist variabel. Dieser Punkt geht an Coinbase!

Gebühren für alternative Zahlungsmethoden Die Bezahlung mit Kreditkarte schlägt mit 3,99 Prozent zu Buche. Das kommt Nutzer deutlich teurer zu stehen als auf dem Markt üblich.

92%
23/25 Punkte

Coinbase im Test: Sicherheit

Einlagensicherung / Versicherung der Funds

Coinbase lagert laut eigenen Aussagen circa 98 Prozent der Kryptowährungen im sicheren “Cold Storage”. Die verbleibenden 2 Prozent im “Hot Wallet” sind zu 100 Prozent versichert. Diese Maßnahme und Transparenz der Offenlegung ist im Vergleich vorbildlich.

regulatorische Klarheit Coinbase ist bei der amerikanischen FinCEN registriert. Sie übernimmt die Strafverfolgung für verdächtige Transaktionen. Des weiteren erfüllt Coinbae in allen Ländern, in denen der Anbieter Geschäftsbeziehungen unterhält, die KYC- & AML-Regularien zur Identifikation der Kunden und Erfüllung des Geldwäschegesetzes. Etwas seltsam ist, dass man laut AGB Coinbase eigentlich nicht aus Deutschland verwenden darf. Auf Nachfrage haben wir folgende Antwort bekommen, die allerdings auch nicht mehr Licht ins Dunkel bringt:

“Some accounts in Germany are supported, which makes the buy and sell feature available too. Please note that we will not be closing German accounts even if their area is not supported yet. These customers will still have the ability to use Coinbase to send and receive funds from external address, and store them on their accounts.”

Daher gibt es an dieser Stelle einen kleinen Punktabzug.

Wie lange am Markt? Coinbase ist der mit Abstand größte Anbieter und bereits seit 2012 auf dem Markt. Während dieser Zeit gab es keine negativen Schlagzeilen zur Sicherheit. Hinter stehen Coinbase inzwischen mächtige Investoren. Die Firma ist mit mehreren Milliarden Dollar bewertet. Selbst wenn es zu einem Vorfall kommen würde, ist es sehr wahrscheinlich, dass keine Nutzer zu schaden kommen.

bekannte Hackerattacken? Fehlanzeige. Über erfolgreiche Angriffe ist nichts bekannt.

Bug Bounties, Audits Zu internen Audits der Prozesse und Sicherheit liegt uns nichts vor. Coinbase verfügt über seine Programme Pro und Custody über eine zunehmende Zahl an institutionellen Kunden. Daher gehen wir davon aus, dass die Standards bei Coinbase diesbezüglich sehr hoch ausfallen. Auf Hackerone existiert ein Bug Bounty-Programm, das aufgedeckte Sicherheitslücken belohnt.

Sicherheitsvorkehrungen (Login-Schutz) Coinbase empfiehlt an vielen Stellen ausdrücklich den Einsatz von 2-Faktor-Authorisierung (2FA) zum zusätzlichen Schutz vor unerlaubtem Zugriff auf das Konto. Nutzer müssen neue Geräte zunächst immer verifizieren. Abhebungen lassen sich ohne Bestötigung per E-Mail Durchführung. Ohne einen 2FA-Code geht es aber nicht.

53%
8/15 Punkte

Coinbase im Test: Hilfe & Support

Der Support, egal auf welchem Kanal, ist bei Coinbase aktuell nur auf Englisch verfügbar. Sowohl die relativ ausführliche Online-Hilfe als auch Support-Anfragen per E-Mail werden ausschließlich in Englisch beantwortet. Einen Telefon-Support gibt es nicht. Etwas nervig mutet an, dass bei jeder Supportanfrage zunächst eine automatisch generierte Antwortmail kommt. So wird versucht, das Problem ohne menschliche Intervention zu lösen. Beispielsweise haben wir in unserem Test zwei Mal die gleiche Antwort auf unterschiedliche Fragen bekommen. Und selbst diese Antworten haben ein paar Tage gedauert. Auf die richtige Antwort mussten wir in unserem Test zwischen wenigen Tagen bis mehreren Wochen (!) warten.
Coinbase ist sehr aktiv auf den sozialen Medien. So gibt es einen eigenen Twitter-Account, der regelmäßig Fragen beantwortet und nicht nur auf den E-Mail-Support verweist.

Erfahrungen mit Coinbase

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