Staking mit Ethereum 2.0

Das Wichtigste zu Staking mit Ethereum 2.0

  • Ethereum wird am 1.Dezember 2020 den ersten Schritt zu Proof-of-Stake (PoS) im Rahmen des Upgrades zu Ethereum 2.0 gehen.
  • Beim Proof-of-Stake werden die Blöcke durch Staking statt durch Mining erzeugt.
  • Dafür werden 32 ETH in einem Staking Contract gebunden, die dafür Sorgen sollen, dass Staker (auch Validatoren genannt) sich beim Erzeugen der Blöcke an die Konsens Regeln halten, weil sie sonst verloren gehen können.
  • Dafür erhält der Staker eine Belohnung in Form von neu geschöpften Ether (ETH)
  • Für Staker bedeutet dies eine Rendite auf ihre Einlage, die davon abhängt wie viele Staker es insgesamt gibt.
  • Das Ethereum 2.0 Launchpad führt durch den relativen komplizierten Prozess
  • Leichter wird es mit Anbietern gehen, welche die technische Seite übernehmen und nur die Einlage benötigen (teilweise auch weniger als 32 ETH)

Für den Start von Ethereum 2.0 wurden 524.288 ETH im ETH 2.0 Deposit Contract benötigt. Aktuell:

819.872 ETH (156.4%) von benötigten
524.288 ETH

Ethereum 2.0 Übergang zu Proof-of-Stake

Der Übergang zu PoS wird in verschiedenen Phasen über mehrere Jahre hinweg erfolgen. Phase 0 ermöglicht jedoch schon das Staking auf Ethereum 2.0 auf der sogenannten “Beacon-Chain”. Das ist eine Blockchain, die parallel zur altuellen Ethereum (1.0) Chain laufen wird.

Die Beacon Chain aus Phase 0 wird am 1. Dezember 2020 live gehen. Ein Testnetz gibt es bereits. Ab diesem Zeitpunkt wird jeder die Möglichkeit haben, 32 ETH an einen speziellen Staking Contract zu schicken. Diese 32 ETH sind dann in Ethereum 1.0 eingefroren und man erhält 32 Ethereum 2.0 ETH. Diese können auf der alten Ethereum Chain zunächst nicht mehr verwendet werden.

Das allein reicht aber nicht aus, um ein Validator zu werden und dafür belohnt zu werden. Anders als bei anderen Staking Systemen wie zum Beispiel ‘Delegated Proof of Work’ ist Staking auf Ethereum kein passiver Vorgang, sondern erfordert die aktive Mitarbeit in Form von Software, die jeder Validator laufen lassen muss um Transaktionen zu validieren.

Es ist aber davon auszugehen, dass große Börsen Ethereum Staking als Service anbieten werden, so dass keine aktive Mitarbeit gefordert ist und auch kleinere Beträge als 32 ETH gestaked werden können. Während dies den Usern zu Gute kommt, birgt es womöglich ein hohes Zentralisierungsrisiko für Ethereum

Weitere Informationen zum Übergang zu Ethereum 2.0

Die Ethereum 2.0 Phasen

Phase 0: Beacon Chain

Die sogenannte “Beacon Chain” leitet den Start zum Übergang zu Ethereum 2.0 ein. Die Beacon Chain ist eine neue Blockchain mit dem neuen Konsensmechanismus (Proof-of-Stake). Ausser der Staking Funktionalität, gibt es in Phase 0 noch keinerlei Funktionen die man von Ethereum 1.0 gewöhnt ist. Weder können auf der Beacon Chain Smart Contracts ausgeführt werden, noch gibt es Token oder sonst etwas.

Wie kann ich ETH staken?

1. Staking durch Ausführung der Staking Software (als Beacon Node oder Validator Client) auf eigenem oder gemieteten Server

Grundvoraussetzung für diese Art des Staking sind 32 ETH und das Ausführen der Eth 2.0 Validatoren Software (Client Nodesoftware) auf einem Rechner der immer online ist. Es gibt verschiedene Anbieter dieser Nodesoftware, die bekanntesten sind:

  • Prysm Client von Prysmatic Labs
  • Nimbus
  • Teku
  • Lighthouse

Das Ethereum 2.0 Launchpad führt durch den mehrstufigen Prozess bis zum Staking auf Ethereum 2.0 und erfordert einiges an technischem Wissen.

2. Staking durch Allokierung bei entsprechenden Anbietern, die den aktiven Staking Job übernehmen wie zum Beispiel Börsen

Es ist davon auszugehen, dass es einige Anbieter geben wird, die den technischen Prozess für die Nutzer übernehmen, so dass Nutzer lediglich die ETH Einlage leisten müssen.

Welche Rendite bringt das Staking in ETH 2.0?

Die Rendite des Staking Einsatzes hängt davon ab, wie viele Staker die 32 ETH Einlage leisten werden und damit die Ethereum 2.0 Beacon Chain validieren.

Angenommen es sind nur 1 Mio ETH, so wird man pro Jahr mit ca 5,76 ETH entlohnt (entspricht einer Rendite von 18,1%)

Validieren aber 30 Mio ETH die Ethereum 2.0 Chain so ist die Rendite ca. 1 ETH (3,3%) pro Jahr.

Gibt es Risiken beim Staking in ETH 2.0?

Ja. Es gibt zwei verschiedene Arten von Strafen. Verringerung der Staking Rewards und Teilverlust der Einlage (Slashing). Während die Verringerung der Belohnung auch schon bei geringen Problemen ein Thema ist, etwa wenn der Validator offline ist, ist Slashing für den normalen Nutzer eigentlich kein Thema, da es grobes Fehlverhalten voraussetzt.

Wenn jedoch fehlerhafte Blöcke vorgeschlagen werden oder Transaktionen doppelt vorkommen ist die Einlage von 32 ETH in Gefahr.

Das größte Risiko wird in der Anfangszeit die Ungewissheit sein, ob Ethereum 2.0 stabil läuft, keine Bugs oder Hackingattacken möglich sind.

Auch der Umstand, dass man zwar von Ethereum 1.0 zu 2.0 wechseln kann, aber nicht umgekehrt birgt ein Risiko.

Der Markt wird das Risiko einschätzen, denn je höher das Risiko umso weniger Staker und um so höher die Rendite.

Kann ich auch mit weniger als 32 ETH zum Staker werden?

Ja, mit Anbietern, die den technischen Teil übernehmen und “pooled Staking” anbieten. Empfohlene Anbieter werden wir noch ermitteln wenn es sie gibt.

Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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