Die besten Krypto-Fonds für Privatanleger

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Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Es gibt hunderte Kryptowährungen. Welche davon sollte man kaufen?
  • Fondsartige "Krypto-Bündel" sind eine Zusammenstellung aus verschiedenen Kryptowährungen und erleichtern die Auswahl.
  • Diversifikation: Mit ihnen können Anleger statt in einzelne Kryptowährungen in den Gesamtmarkt investieren.
  • Der Markt ist noch überschaubar und die Angebote unterscheiden sich deutlich.
  • Die besten Krypto-Bündel haben geringe Kosten und ermöglichen den Kunden einfaches Management (Planung, Steuern, Verkauf, etc.).
  • Wer vor ein wenig Verwaltungsaufwand nicht zurückscheut, kann sich Bündel allerdings selbst zusammenstellen.

Abra Bitwise 10 Crypto Index

Der Bitwise 10 Index ist ein gebührenfreies Krypto-Bündel auf der Basis des Bitwise 10 Index für Nutzer der Abra App. Geringe Mindesteinlage und diverses Portfolio.

  • zehn Kryptowährungen im Bündel
  • keine Portfolio-Management-Gebühren
  • Mindesteinlage von 5 Dollar
  • Einzahlung per Banküberweisung, Kreditkarte oder Kryptowährungen
  • umfangreiches Dashboard zur Ermittlung der Performance
  • nur in Englisch verfügbar
  • BIT10 Token lässt sich nicht frei handeln

Blackmoon

Plattform mit Auswahl an günstigen Krypto-Bündeln und anderen Portfolios. Verkauf von Anteilen an andere Nutzer möglich.

  • acht verschiedene Bündel zur Auswahl
  • geringe Portfolio-Management-Gebühren von 1,5 Prozent
  • Kauf per BTC, ETH und LTC, Fiat soll folgen
  • schneller Kundenservice im Test
  • nur in Englisch verfügbar
  • Token sind ERC-20 kompatibel, aber nur zwischen Nutzern handelbar

CoinBundle

Krypto-Bündel von konservativ bis experimentell, mit der breitesten Auswahl an Kryptowährungen und Token. Ohne Servicegebühren.

  • sechs verschiedene Bündel zur Auswahl
  • große Anzahl an Kryptowährungen und Token pro Bündel
  • keine Portfolio-Management-Gebühren
  • nur in Englisch verfügbar
  • wenig Information auf der Webseite
  • Transaktionsgebühren von 3,5 %

Was sind Krypto-Fonds?

„Bitcoin ist das Original!”, „Ethereum ist am Vielfältigsten!“, „XRP könnte Geldtransfer revolutionieren!”. So lauten gängige Meinungen. Aber welche Kryptowährung ist denn nun wirklich am besten? Auf welche Coins sollten Anleger setzen? Aktuelle Stärken und Schwächen der jeweiligen Coins sind leicht ermittelbar. Die zukünftige Entwicklung einzelner Währungen lässt sich jedoch nicht vorhersagen. Erst Recht nicht deren Wert. Als eine der möglichen Lösungen gelten Krypto-Fonds.

Wer sich mit Finanzprodukten jeglicher Art beschäftigt, stößt schnell auf den Begriff der Diversifizierung. Das bedeutet nichts anderes als dass Investitionen auf mehr als ein Angebot verteilt sind. Anstatt einen großen Teil oder gar das gesamte Vermögen in eine Firma zu stecken, kaufen Anleger einen „Korb“ von Aktien. Negativschwankungen einzelner Wertpapiere lassen sich so über das gesamte Portfolio hinweg und durch eine lange Haltedauer sehr gut ausgleichen.

Experten aus allen Bereichen (Verbraucherschutz, Banken, Berater) raten Privatanlegern zu Fonds, weil sie damit auf den gesamten Markt wetten und nicht auf den Erfolg einzelner Firmen. Die üblichste Empfehlung lautet, Fonds 10 – 15 Jahre zu halten. Berechnungen zeigen, dass die meisten Fonds in diesem Zeitraum Gewinn machen.

Das „klassischste“ Paket für Anleger sind Fonds aus Aktien, Anleihen und/oder anderen Wertpapieren. Mit ihnen sparen sich Investoren die mühsame Arbeit, Angebote zu recherchieren und selbst stückweise zusammenzutragen. Da bei jedem Einzelkauf Erwerbskosten in nicht unerheblicher Höhe anfallen, senken Fonds automatisch die anfängliche Investition. In Kombination mit niedrigen Verwaltungskosten wie beispielsweise bei ETFs sind diese Anlagen extrem lohnenswert.

Krypto-Fonds setzen ebenfalls beim Prinzip Risikostreuung an. Anstatt beispielsweise nur Ethereum zu halten, bündeln sie verschiedene Kryptowährungen und Token. Ist der Kurs eines Coins extremen Schwankungen ausgesetzt, kann die Masse an anderen Coins den Verlust auspendeln. Ähnlich sieht es aus, wenn eine Kryptowährung scheitert. Es besteht keine Sicherheit, dass gewisse Coins auch noch in zehn Jahren verfügbar sind. Aber, dass der gesamte Markt der Kryptowährungen in zehn Jahren verschwunden ist, erscheint schon unwahrscheinlicher. Was ist, wenn man schon früh die Potentiale von Kryptowährungen erkennt, aber einfach nur auf das falsche Pferd setzt, während der Markt vorbeizieht?

Ein diverses Portfolio, das zu geringen Gebühren erworben wurde, stellt die beste Versicherung gegen Risiken dar. Wer sich dabei für Krypto-Fonds entscheidet, hat als Privatanleger mehrere Optionen zur Auswahl. „Echte“ Fonds, die Wertpapiere ausstellen, finden sich nicht darunter.

Warum gibt es keine echten Krypto-Fonds für Privatanleger?

Es überrascht, dass kein Anbieter in einem hochregulierten Bankenland wie Deutschland einen genuinen Krypto-Fonds für Privatanleger bereitstellen kann. Die Gründe sind vielfältig.

Zum einen liegt dieser Mangel an den steuerlichen Regularien zu Bitcoin & Co. Gewinne und Verluste zu ermitteln und entsprechend zu versteuern, ist bereits mit einem eigens zusammengestellten Portfolio kein Zuckerschlecken. So sind beispielsweise Gewinne aus Kryptowährungen, die über ein Jahr gehalten wurden, steuerfrei.

Zum anderen ist der Kerngedanke von Kryptowährungen, sich von zentralen Institutionen zu lösen. Besitzer dürfen und sollen ihre Coins selbst verwalten. Risikostreuung, wie sie Anbieter von Aktienfonds für Kunden erfolgreich betreiben, können Krypto-Anleger durch den Kauf verschiedenster Währungen und Token selbst durchführen.

Das autonome Vorgehen ohne externe Hilfe erfordert jedoch strategische Planung und nimmt bei Privatanlegern viel Zeit in Anspruch. Anbieter, die das erkannt haben, warten seit geraumer Zeit mit sogenannten Krypto-Bündeln auf.

Krypto-Fonds-Alternative für Privatanleger: Krypto-Bündel

Krypto-Bündel sind Zusammenstellungen aus mehreren Kryptowährungen und Token, die von Investitionsplattformen, Börsen und Start-ups angeboten werden. Andere Bezeichnungen für die Bündel sind Krypto-Portfolios oder -Kollektionen.

Sie sind explizit nicht als „Fonds“ ausgeschrieben, da mit dem Investment nicht die gleichen Ansprüche wie bei den gesetzlich stark regulierten Wertpapierportfolios einhergehen. Das entlässt die Anbieter zwar nicht aus ihrer Haftung. Sie bekommen dadurch jedoch einen größeren Spielraum in der Gestaltung ihrer Produkte. Die Zusammenstellung, sprich die prozentuelle Zusammensetzung der Kollektion, erfolgt durch den Anbieter selbst oder durch externe Portfolio-Manager. Viele Plattformen fordern Interessenten explizit zur Bewerbung auf, um sich so die besten Talente zu sichern.

Bei vielen Pseudo-Fonds erfolgt regelmäßiges Rebalancing in automatisierter Form. Sie werden jedoch nicht aktiv gemanagt und ähneln damit am ehesten ETFs. Anbieter sprechen ausdrücklich davon, dass sie ihre Fonds an „Indexen“ ausrichten und nicht aktiv Assets veräußern oder hinzufügen.

Der größte Vorteil von Bündeln sind neben der Bequemlichkeit die Kosten. Wer mehrere Kryptowährungen auf einmal erwirbt, spart sich pauschale Kaufgebühren.

Varianten von Krypto-Fonds für Privatanleger

Krypto-Fonds für Privatanleger gibt es in drei Ausprägungen.

Anbieter verwaltet FondsGebündelter Kauf von KryptowährungenSelbst zusammengestelltes Portfolio
Beispiel: Abra Bitwise 10

Vorteile
  • automatisches Rebalancing
  • kein technisches Know how erforderlich
  • Vergleichbar mit Fonds

Nachteile

  • Höhere Gebühren
  • keine eigenen Coins
Beispiel: Coinbase Bundle

Vorteile
  • Man besitzt tatsächlich Kryptowährungen
  • Gebühren geringer

Nachteile
  • Vorgegebene Gewichtung


Vorteile
  • Eigene Gewichtung möglich
  • Steuerlich am einfachsten

  • Nachteile
    • Kein Rebalancing
    • aufwändiger

Krypto-Fonds, die der Anbieter verwaltet

Diese Art von Bündeln ähneln Fonds am meisten. Kunden erwerben sie als geschlossenes Paket über die jeweilige Plattform mit Entry Fee und verwalten sie dort. Als Kaufbestätigung erhalten die Neu-Besitzer in den meisten Fällen einen Token, der frei handelbar sein kann, aber nicht muss.

Analysen im Account zeigen auf, welche Gewinne und Verluste das Bündel gemacht hat. Auszahlungen erfolgen zum überwiegenden Teil in Fiat-Währung.

Der Anbieter hält den Fonds an Kryptowährungen für den Kunden in Hot und Cold Storage Wallets (inklusive Rebalancing). Dafür fallen Service- oder Portfolio-Management-Gebühren an. Ein Verkauf ist möglich, entweder zurück an die Plattform, oder in der Form eines Weiterverkaufs an andere Kunden. Meist zahlen Kunden ein Exit Fee.

Die einzelnen Kryptowährungen sind somit nicht transferierbar, zum Beispiel in die eigenen Wallets. Die Verantwortung für die sichere Aufbewahrung liegt ausschließlich beim Anbieter. Der Kunde muss auf dessen Expertise vertrauen.

Gebündelter Kauf von Kryptowährungen

Der einzige Zweck der Bündelung bei dieser Variante besteht darin, die Kaufkosten für mehrere Kryptowährungen zu reduzieren. Ist der Kauf vonstatten gegangen, halten Besitzer die Währungen in ihren individuellen Wallets beim jeweiligen Anbieter. Ab diesem Zeitpunkt können sie die Coins wie gewohnt an ihre eigenen Wallets schicken oder zum Kauf weiterer Währungen einsetzen.

Diese Form kommt vorwiegend von Börsen. Achtung: Neben den Bündelungen für Privatanleger existiert häufig eine Profi-Variante. Beispielsweise bietet Coinbase Bundle (privat) und Custody (insitutionell) an.

Großer Nachteil der Kaufbündelung ist die fehlende Individualisierung. Bisherige Angebote geben die Kryptowährungen in den Bündeln vor und ermöglichen Käufern keine persönliche Zusammenstellung.

Selbst zusammengestelltes Portfolio

Privatanleger, die die Kontrolle über ihre Währungen behalten und individuelle Schwerpunkte setzen möchten, können sich ihr Portfolio selbst zusammensetzen.

Denn einfachste Art und Weise, Risikostreuung zu betreiben, liegt in der Selbstinitiative. Der Grundgedanke von Kryptowährungen besteht in der eigenen und damit unabhängigen Verwaltung der gehaltenen Assets. Wer sich selbst kümmert, braucht keine Bank – oder wie in diesem Fall keine Drittanbieter. Zusätzlich spart man sich so die Management-Gebühren.

Welche Währungen in Frage kommen und vor allem in welcher Gewichtung, hängt von der individuellen Situation ab. Die oben genannten Provider geben sicherlich eine gute Grundorientierung. Wichtig ist aber, sich selbst zu informieren über:

  • die Charakteristika der einzelnen Coins
  • das damit verbundene Potential
  • die Erwerbs- und Verkaufskosten der Börsen
  • die Handelbarkeit von Coins und Tokens
  • die richtige und sichere Aufbewahrung
  • den besten Zeitpunkt zur Betrachtung und möglichen Umstrukturierung des eigenen Portfolios

Im Test der Krypto-Fonds überzeugten folgende Angebote:

Abra Bitwise 10 Crypto Index

Der Bitwise 10 Index ist ein gebührenfreies Krypto-Bündel auf der Basis des Bitwise 10 Index für Nutzer der Abra App. Geringe Mindesteinlage und diverses Portfolio.

  • zehn Kryptowährungen im Bündel
  • keine Portfolio-Management-Gebühren
  • Mindesteinlage von 5 Dollar
  • Einzahlung per Banküberweisung, Kreditkarte oder Kryptowährungen
  • umfangreiches Dashboard zur Ermittlung der Performance
  • nur in Englisch verfügbar
  • BIT10 Token lässt sich nicht frei handeln

Blackmoon

Plattform mit Auswahl an günstigen Krypto-Bündeln und anderen Portfolios. Verkauf von Anteilen an andere Nutzer möglich.

  • acht verschiedene Bündel zur Auswahl
  • geringe Portfolio-Management-Gebühren von 1,5 Prozent
  • Kauf per BTC, ETH und LTC, Fiat soll folgen
  • schneller Kundenservice im Test
  • nur in Englisch verfügbar
  • Token sind ERC-20 kompatibel, aber nur zwischen Nutzern handelbar

CoinBundle

Krypto-Bündel von konservativ bis experimentell, mit der breitesten Auswahl an Kryptowährungen und Token. Ohne Servicegebühren.

  • sechs verschiedene Bündel zur Auswahl
  • große Anzahl an Kryptowährungen und Token pro Bündel
  • keine Portfolio-Management-Gebühren
  • nur in Englisch verfügbar
  • wenig Information auf der Webseite
  • Transaktionsgebühren von 3,5 %

Weitere Anbieter von Krypto-Fonds

Coinbase Crypto Bundle

  • einmaliger Kauf von 5 Kryptowährungen
  • kein Krypto-Bündel: Coins gehen direkt und je nach Währung in die Coinbase Wallets des Käufers über
  • Käufer kann die Coins nach dem Kauf in die eigenen Wallets transferieren

iconomi

  • große Auswahl: 34 Bündel mit jeweils einer hohen Anzahl an Kryptowährungen
  • unfreundlicher Kundenservice im Test

Freshwealth

  • drei Bündel mit jeweils den Top 5 / 10 / 20 Kryptowährungen
  • Empfehlung für Nutzer, die aktives Fondsmanagement wünschen

coindex

  • einziger deutscher Anbieter
  • startet im Frühjahr 2019

Echte Krypto-Fonds mit Wertpapieren

Genuine Fonds, die Kryptowährungen in der Aufstellung haben, kommen vorrangig institutionellen und semi-privaten Anlegern zugute. Denn viele Organisationen dürfen gar nicht in Kryptowährungen investieren. Der Umweg über regulierte Fonds ermöglicht es ihnen trotzdem.

Das führt teilweise zu absurden Offerten, wie zum Beispiel Fonds, die ausschließlich Bitcoin enthalten. Entlang der Gebührenkette verdienen die Anbieter fleißig mit. Krypto-Fonds, die Wertpapiere laut gesetzlicher Definition ausstellen, existieren derzeit in zwei Formen.

Krypto-Fonds mit Kryptowährungen

Sie ermöglichen die Investition in eine oder mehrere Kryptowährungen. Der Provider hält die Coins für den Anleger, meist in einer Mischung aus Hot und Cold Storage Wallets. Wer einen Anteil erwirbt, bekommt eine entsprechende Bestätigung. Sie entspricht dem Wertpapier, das klassischen Fondsbesitzern ausgestellt wird. Mindestinvestitionen von 10.000 bis 25.000 Euro sind keine Seltenheit.

Eine Übersicht der wichtigsten Profi-Fonds hat Das Investment.

Krypto-Fonds mit Krypto-Unternehmen

Sie bieten die Investition in Krypto-Firmen. Besitzer sind somit nur indirekt oder gar nicht an Kryptowährungen beteiligt. Aktuell ist die Angebotssituation in Deutschland überschaubar. Produkte kommen nur von Vontobel (Partizipationszertifikat Solactive Blockchain Technology Performance-Index) und HansaInvest (Chainberry Equity). Dafür stehen diese Investitionsmöglichkeiten auch Privatanlegern offen.

Fazit

Der Markt für Risikostreuung auf Knopfdruck ist noch ganz am Anfang. Fonds, wie sie dem Gesetz nach definiert sind, nehmen erst gar keine Privatanleger an. Oder wenn sie es tun, verlangen sie Summen, die für die meisten Krypto-Interessenten nicht zu leisten sind. Wie so oft bei Kryptowährungen ist selbst gebaut die beste Alternative. Für die, die sich Zeit sparen möchten und Input von außen suchen, stellen Krypto-Bündel einen guten Kompromiss dar.

Sollten sich neue Angebote ergeben, ergänzen wir diese selbstverständlich im Artikel.

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