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Bitcoin-Aktien

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Anlegen in Aktien mit Bitcoin Bezug

  • Bitcoin an sich ist keine Aktie
  • Interessenten können aber Aktien auf Unternehmen erwerben, deren Geschäfte von Kryptowährungen beeinflusst sind.
  • Aktien bieten eine alternative Investitionsmöglichkeit.
  • Bitcoin-Fonds und -Zertifikate existieren ebenfalls und sind von Aktien anzugrenzen.

Der Weg zu den eigenen Bitcoins ist nicht schwer. Kryptowährungen lassen sich einfach und mit geringen Gebühren erwerben. Nichtsdestotrotz werden besonders konservative Anleger oft von dem Fehlern steuerlicher Rahmenbedingungen und der Erfordernis technischer Grundkenntnisse abgeschreckt. Gleichzeitig sind Kryptowährungen als Anlageobjekt attraktiv.

Eines der gängigsten Finanzprodukte sind Aktien. Prinzipiell sollten Bitcoin-Aktien daher attraktiv sein. Was steckt dahinter?

Aktien auf Bitcoins

Aktien, genauer gesagt Einzelaktien, stellen Anteile an Unternehmen dar. Käufer, die eine Aktie ins Portfolio nehmen, besitzen demnach einen bestimmten, klar abgegrenzten Teil eines Unternehmens. 

Mit Aktien kommen unterschiedliche Rechte einher. Manche ermöglichen ihren Besitzern die Mitsprache bei strategischen Entscheidungen. Andere berechtigen einfach nur zu einer möglichen Zinsausschüttung bei Gewinnerzielung.

Auch wenn viele Kryptowährungen und Tokens von Unternehmen geführt werden, sind die Kryptowährungen per se keine Unternehmungen. Die starke Mitbestimmung der Community an der Ausrichtung und weiteren Entwicklung von Kryptowährungen auf der Basis von Coin-„Anteilen“ ändert ebenfalls nichts an dieser Abgrenzung.

Gemäß der etablierten Definition gibt es also keine Bitcoin-Aktien. Alternativen sind jedoch Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf Kryptowährungen basieren und/oder die sich im Krypto-Umfeld bewegen.

Aktien auf Bitcoin-Unternehmen

Wer bei Bitcoins & Co mitmischen möchte, aber den direkten Kauf scheut, findet somit bei Unternehmen mit Krypto-Bezug eine Lösung. Die Optionen der indirekten Bitcoin-Anlage sind dabei vielfältiger als gedacht.

Zuallererst kommen Börsen zum Kauf und Tausch von Kryptowährungen sowie Vermittlungsplattformen für diverse Krypto-Produkte in Frage.

Beispiel: Bitcoin Group SE

Die Aktie der Bitcoin Group wird oft – hauptsächlich aufgrund der Namensähnlichkeit – als „die“ Bitcoin-Aktie bezeichnet. Die Group betreibt bitcoin.de, und ist damit direkt involviert, wenn Bitcoins die Hände wechseln.

Aber auch Firmen, die Blockchain-Technologie einsetzen, bieten Anlegern die Möglichkeit zum indirekten „Einstieg“ in Kryptowährungen.

Beispiel: Cisco

Der Tello-Gigant hat ein Ökosystem geschaffen und Partnerschaften mit wichtigen Playern aus der Krypto-Szene etabliert. Bei der Cisco-Aktie ist dieses Potenzial noch nicht gänzlich widergespiegelt.

Beispiel: Maersk

Supply Chain war von Anfang eines der konkreteren Einsatzszenarien für Blockchain. Maersk hat zusammen mit IBM die globale Logistikplattform TradeLens entwickelt, in der auch Unternehmen wie Hapag-Lloyd eingebunden sind. 

Eine weitere interessante Möglichkeit besteht bei Venture Bildern und Investoren. Diese Zusammenschlüsse sammeln Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf Blockchain basieren.

Beispiel: Riot Blockchain Inc

Riot setzt auf ein Investitionsportfolio an Firmen. Daneben betreibt die Firma auch eigene Mining-Aktivitäten.

Beispiel: First Bitcoin Capital Corp

First Bitcoin erwirbt Blockchain Start-ups entlang aller Einsatzmöglichkeiten von Blockchain.

Die größte Auswahl haben Interessenten in den Bereichen der unterstützenden Branchen. Das können beispielsweise Grafikkarten-Hersteller sein, bei denen Miner einen soliden Anteil der Kundschaft stellen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Mining, das auf dem Proof-of-Work-Konzept basiert, ist längst nicht mehr das vorherrschende Modell. Potenziell werden Grafikkarten daher nicht auf ewig mit Kryptowährungen verbunden sein.

Beispiel: Nvidia

Der GPU-Hersteller ist unter Minen eine beliebte Wahl. Das ist in der Aktie gespiegelt: Seit Jahren geht es bergauf.  Dabei sind Grafikkarten nicht das einzige Geschäft. Das Unternehmen mischt unter anderem auch bei selbstfahrenden Autos mit.

Beispiel: AMD

Prozessoren und Grafikkarten machen das Kerngeschäft von AMD aus. Auch hier werden Anleger nicht enttäuscht. Besonders seit 2016 konnte die Aktie gut zulegen.

Schlussendlich nutzen selbst Banken das Potenzial von Kryptowährungen für verschiedenste Produkte und können somit eine Option für Bitcoin-nahe Aktien darstellen.

Viele der potenziellen Angebote sind womöglich noch unbekannt. Denn Bitcoin & Co. verfügen über hohes Innovationspotenzial, das noch lange nicht ausgeschöpft ist. 

Warum machen Aktien auf Bitcoin-Unternehmen Sinn?

Die Kurse von Kryptowährungen sind, zumindest Stand jetzt, sehr volatil. Käufer müssen damit rechnen, ihre gesamte Investition zu verlieren. Daher sollten Investoren nie mehr Kapital in Kryptowährungen stecken als sie bereit sind zu verlieren.

Aktien haben den Vorteil, dass ihre Kurse nicht notwendigerweise sinken, wenn die Kurse der zusammenhängenden Kryptowährungen nach unten gehen. Gleichzeitig steigen Aktienkurseoft, wenn der Krypto-Markt eine positive Tendenz aufweist. 

Im Gegensatz zur Direktinvestition in Kryptowährungen bieten Aktien einen unmittelbaren, schnellen Einstieg und eindeutige steuerliche Rahmenbedingungen. Gewinne, die auf Coins anfallen, die unter einem Jahr gehalten werden, unterliegen der oft höheren Einkommensteuer. Aktiengewinne dagegen rufen nur Kapitalsteuer hervor.

Ein Wertpapierdepot ist schnell beantragt und leicht – auch steuerlich – zu verwalten. Das ist bei Wallets häufig nicht der Fall, insbesondere für Anfänger.

Aktien haben aber auch Nachteile. Anders als bei Fonds wird das Risiko nicht gestreut. Anleger müssen hohes Vertrauen in das jeweilige Unternehmen und die Zukunftsfähigkeit der Produkte beziehungsweise der Technologie aufbauen. 

Eine Aktie garantiert nicht das Niveau an Mitbestimmung, das einige Kryptowährungen Coin-Besitzern mit hohen Anteilen einräumen. Investitionen sind immer indirekt. Alle Auswirkungen, positiv wie negativ, kommen in den Unternehmen nur verzögert an.

Anbieter zum Kauf von Bitcoin-Aktien

Beim Aktienkauf sind nicht nur die Aktien selbst, sondern auch die Kaufbedingungen entscheidend. Hohe Gebühren machen den Erwerb bei vielen Banken sehr teuer.

Gute Konditionen bieten Online-Depots wie Onvista und Smartbroker. Unter den Banken warten Direktanbieter wie DKB und Comdirect mit günstigen Gebührenstrukturen auf.

Gibt es Bitcoin-Fonds?

Krypto-Fonds sind eine Alternative zu Einzelaktien. Interessenten kaufen einerseits sogenannte Krypto-Bündel, die mehrere Kryptowährungen zusammenfassen. Mehr Informationen hat unser Ratgeber zum Thema.

Andererseits existieren echte Krypto-Fonds. Hier erwerben die Fondsbesitzer aber keine Kryptowährungen, sondern nur einen Anteil an einem Einsatz auf sie. Diese Investitionsform ist fast ausschließlich für institutionelle Investoren verfügbar.

Gibt es Bitcoin-Zertifikate?

Zertifikate auf Bitcoin, sprich die Möglichkeit für Anleger, an der Kursentwicklung zu verdienen, existieren ebenfalls. Auch diese Anlage ist keine Direktinvestition in Kryptowährungen. Wie bei Aktien spricht ein sehr schneller Zugang zum Krypto-Markt für die Zertifikate. 

Die bekanntesten Bitcoin-Zertifikate kommen von Vontobel.

Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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