NFT kaufen – Marktplätze für NFTs

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Das Wichtigste in Kürze

  • NFTs sind digitale Token, die einzigartig sind. Ausführliche Beschreibung
  • Sie erleben aktuell einen Boom im Bereich Kunst und Sammlerobjekte.
  • Bisher existieren nur wenige Marktplätze für den Kauf und Verkauf von NFTs.
  • Die größten sind OpenSea und Rarible, sie sind vergleichbar mit eBay für digitale Güter.
  • Aber auch crypto.com und bald auch Binance bieten eigene Marktplätze an.

OpenSea

OpenSea ist ein Marktplatz für Kunst und digitale Sammelobjekte mit umfangreichem Portfolio.

  • eigene NFTs im Erst- und Zweitmarkt sowie NFTs andere Marktplätze und Sammlungen
  • Kein Login notwendig (nur MetaMask)
  • Erstellung von NFTs ohne Code, Mintingzeitpunkt ist frei wählbar
  • erschließbarer Zusatzinhalt bei NFTs möglich
  • verifizierte Verkäufer
  • automatische Verlängerung der Auktionszeit bei stark umkämpften NFTs
  • Handelsgebühr von 2,5 %
  • exklusive Drops
  • Lizenzgebühr ist möglich

Rarible

Rarible ist ein Marktplatz für den Kauf und Verkauf von NFTs. Das Angebot ist groß.

  • eigene NFTs im Erst- und Zweitmarkt sowie NFTs andere Marktplätze und Sammlungen im Portfolio
  • eigenes Wallet kann verknüpft werden
  • Erstellung von NFTs ohne Code, Mintingzeitpunkt ist frei wählbar
  • erschließbarer Zusatzinhalt bei NFTs möglich
  • verifizierte Verkäufer (z. B. Beeple)
  • Handelsgebühr von 2,5 %
  • Lizengebühr frei wählbar
  • eigener Token RARI zur Governance, automatische Ausgabe

NFTs und ihr Boom

NFTs sind aus der Krypto Szene nicht mehr wegzudenken. Bereits in den letzten Jahren bahnte sich ein großes Interesse an den non-fungiblen Token an (CryptoKitties, CryptoPunks, …). Spätestens jedoch mit Schlagzeilen wie dem Verkauf eines Beeple-Kunstwerks für 69 Millionen Dollar und der Auktion des ersten Tweets, die 2,9 Millionen Dollar einbrachte, kamen NFTs in den Fokus der breiten Öffentlichkeit.

Beeple NFT

Doch wo und wie kann man NFTs kaufen? geht das vonstatten? Welche Plattform und Marktplätze existieren für NFTs? Und wo finden Interessenten die besten Konditionen vor? 

Im Artikel geben wir Einblick und eine Übersicht der besten Marktplätze.

Was sind NFTs?

NFTs sind non-fungible, sprich einzigartige Token. Sie kommen jeweils nur einmalig oder in sehr seltenen Ausführungen vor und sind nicht gegeneinander austauschbar. Beispielsweise lässt sich 1 Bitcoin wahlweise gegen jeden anderen Bitcoin austauschen und der Kontext bliebe unverändert. 

Mehr Informationen zu NFTs, ihrer Entstehung und den Standards hat der Blockchaincenter-Erklärartikel zum Thema.

Aktuell ist der Markt von NFTs dominiert, die digitale Güter repräsentieren. Von Kunstwerken, Sammlerstücken bis hin zu Screenshots ist alles dabei. Es überrascht daher nicht, dass sich unter den NFT-Marktplätzen viele Plattformen mit ausgesprochenem Fokus auf digitale Kunst tummeln. 

Potenzial haben NFTs aber auch in der Repräsentation realer Güter wie Grundstücke, Gold oder Aktien. Sonderfälle wie NFTs für Kredite und “gestückelte” NFTs (ähnlich wie Satoshis bei Bitcoin) kommen ebenfalls zur Anwendung.

Auf was sollten Interessenten beim Kauf von NFTs achten?

Potentielle Käufer beschäftigen sich am besten im Vorfeld mit den wichtigen Punkten. Wenn Kriterien und Vorlieben bekannt sind, lässt sich eine bessere Auswahl treffen.

Interoperabilität

Da es sich bei NFTs um Einzelstücke handelt, sollte gewährleistet sein, dass sie sich leicht transferieren lassen. Das kann durch die Konzentration auf ausschließlich ein Ökosystem zu einem großen Problem werden. Das Zauberwort heißt Interoperabilität – die Möglichkeit, Token von einer Blockchain auf die andere zu übermitteln.

Während das in Theorie zunehmend wichtiger wird, ist es im Moment praktisch noch keine Frage. Der Markt ist von Ethereum-basierten Token dominiert. De facto sind ERC-721 und ERC-1155 Token der Standard.

Das richtige Wallet

Um NFTs besitzen zu können, benötigen Käufer kompatible Wallets. Auch hier wird Interoperabilität mit wachsender Nachfrage an Bedeutung gewinnen.

Am meisten verwendet sind die Enjin und Trust Wallets, die beide die gängigen ERC-Standards inklusive der beiden für NFTs unterstützen.

Wert von NFTs

Mit Sammlerstücken ist das so eine Sache: Sie können für den einzelnen immens wertvoll, aber für die Allgemeinheit bedeutungslos sein. Oder aber sie haben hohen Stellenwert, aber der Besitzer gibt nichts auf sie.

NFTs haben als Einzelstücke immer den Wert, der ihnen zugeschrieben wird. Und der hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die persönliche Bedeutung, die aktuelle Einschätzung der Community und die langfristige Prognose der Wertentwicklung. Es gibt sogar bereits Experten, die eine Evaluierung von Assets anbieten, wie beispielsweise hier.

Der Wert von NFTs kann stark schwanken. Dementsprechend mag der Kauf eine Investition darstellen. Gleichzeitig muss das nicht unbedingt sein. Viele Käufer erwerben bewusst Einzelstücke aus rein persönlicher Motivation.

Marktplätze für NFTs

NFT-Marktplätze unterscheiden sich nach ihren Merkmalen und dem Angebotsportfolio. Hier lohnt es sich genau, nach den unten beschriebenen Kriterien auszuwählen.

Am bekanntesten sind die allgemeinen Marktplätze wie OpenSea und Rarible. Auf ihnen können Käufer NFTs aller Art erwerben, beispielsweise Kunstwerke, Musik oder Videos. Ein Großteil der angebotenen Token stammt von den dort registrierten Erstellern. Diese laden die NFTs direkt auf der Plattform hoch. Weitere NFTs im Portfolio ziehen sich die Marktplätze von anderen Marktplätzen oder von spezifischen Sammlungen wie Decentraland oder Sorare und erweitern so ihr Angebot. Auf technischer Ebene wird mittlerweile sogar an einer Integration von Lizenzgebühren anderer Plattformen gearbeitet.

Daneben existieren eine Reihe spezialisierter Marktplätze, die nur NFTs einer oder weniger Kategorien führen. Unter den ernst zu nehmenden Plattformen sind aktuell fast ausschließlich Seiten mit Fokus auf Kunst. Ob sich in den nächsten Monaten mehr Anbieter dieser Art etablieren können, bleibt abzuwarten.

Schlussendlich können Interessenten NFTs aus Sammlungen kaufen. Die oben genannten Plattformen wie Decentraland (virtuelle Welt) oder Sorare (Sport-Sammelkarten) führen jeweils nur die NFTs, die zum eigenen Ökosystem gehören. Diese NFTs können nutzergeneriert sein, oft ist jedoch eine zentrale Ausstellung vom Plattformbetreiber üblicher. Sammlungen sind nach strenger Definition keine Marktplätze. Auf den großen Plattformen haben die beliebtesten Sammlungen eigene Bereiche.

Weitere Marktplätze sind:

Allgemeine Marktplätze

Spezialisierte Marktplätze (Kunst)

Kriterien zur Auswahl des NFT-Marktplatzes

Interessenten wählen den Marktplatz am besten anhand von drei Kriterienclustern aus: Verfügbarkeit von NFTs, der Gestaltung des Wegs der NFTs von Anbietern zu Käufern und dem Kaufvorgang.

Verfügbarkeit von NFTs

Bisher existieren nur wenige Marktplätze von NFTs, die sich durch eine breite Verfügbarkeit auszeichnen. 

Die wenigen großen Plattformen ermöglichen Käufern den Zugang zu den selbst erstellen Token von Einzelanbietern, führen aber auch Token anderer Marktplätze und Sammlungen. Das erweitert das Angebot immens. Spezialisierte Plattformen begrenzen die Auswahl absichtlich, um den Nischenmarkt zu bedienen.

Fast alle Marktplätze haben Rankings und Leaderboards, was Interessenten die Auswahl erleichtert. Nur wenige bieten bisher sogenannte exklusive Drops, mit denen Künstler und Anbieter exklusiven Inhalt nur auf der jeweiligen Plattform bereitstellen.

Von Verkäufern zu Käufern

Verkäufern stehen je nach Marktplatz verschiedene Wege offen, um ihre Token anzubieten. Es ist mittlerweile gängig, dass sich die NFTs mithilfe eines Editors ohne Code erstellen lassen. 

Um zum Verkauf zu kommen, müssen NFTs auf die Blockchain gemintet werden. 

Hochwertige Marktplätze machen es möglich, dass Ersteller den Zeitpunkt wählen können, also zunächst den NFT speichern und ihn dann minten. Denn dieser Vorgang erzeugt, zumindest beim ersten Mal, eine beachtliche Menge an Gebühren (Gas) für die Erzeugung des Smart Contracts. Gebühren fallen ebenfalls bei der ersten Auktion für diesen Smart Contract an.

Auf den meisten Marktplätzen existiert das Festpreismodell neben der Möglichkeit, die eigenen NFTs per Auktion zu verkaufen. Üblich sind Handelsgebühren von 2,5 % (selten 5 %), die üblicherweise der Verkäufer trägt.

Eines der deutlichsten Argumente gegen NFTs ist oft, dass man sich beispielsweise Bilder eh digital anschauen kann und der NFT keinen Mehrwert bietet. Plattformen bieten die Option, zusätzlichen Inhalt nur für die Käufer hinzuzufügen.

Für Käufer kann der Zweitmarkt interessant sein. Hier können NFT-Besitzer ihre Sammlerstücke an kaufwillige Nutzer weitergeben. Um größtmögliche Fairness zu ermöglichen, haben die meisten Marktplätze Lizenzgebühren für die ursprünglichen Ersteller eingeführt. Sie sind entweder fix gemäß der Plattform oder können individuell von den Erstellern festgelegt werden.

Kaufvorgang

Ähnlich wie auf Social-Media-Plattformen verifizieren die großen Marktplätze die NFT-Anbieter, um die Anzahl von Betrugsfällen zu reduzieren. Für Käufer sind die Haken oder Badges ein sinnvolles Signal für den Vertrauensaufbau. Jedoch erfolgt die Verifizierung nicht immer nach den gleichen, hohen Standards!

Wie bereits beschrieben, fallen für Käufer nur selten Handelsgebühren an. Acht ist allerdings bei den Krypto-Gebühren geboten. Je nach Aufkommen kann eine nicht geringe Menge an Gas anfallen.

Natürlicherweise bezahlen die meisten NFT-Käufer in Ethereum und können hierzu ihre Wallets mit dem Marktplatz verbinden. Es gibt jedoch auch Marktplätze, auf denen die Bezahlung ausschließlich mit dem Token des eigenen Ökosystems möglich ist oder auf denen der eigene Token den Nutzern Vorteile verschafft.

In seltenen Fällen lässt sich auch per Kreditkarte in Fiat bezahlen.

NFT kaufen: so funktioniert’s

Der Kaufvorgang ähnelt sich auf den großen Marktplätzen. Nutzer gehen am besten wie folgt vor:

  1. Marktplatz nach persönlichen Kriterien auswählen (siehe oben)
  2. Wallet verbinden/erstellen oder Kreditkarte verbinden
  3. Ggf. Token des Marktplatzes kaufen/bekommen
  4. Sicherstellen, dass genügend Budget vorhanden ist
  5. NFT auswählen und Kauf bestätigen
  6. Bei Auktion Gebot abgeben, Bestätigung folgt
  7. Dokumentation des Kaufs für potenziell anfallende Steuer

NFT verkaufen: so funktioniert’s

Verkäufer müssen auf ein paar mehr Aspekte beim Verkaufsprozess achten. 

  1. Marktplatz nach persönlichen Kriterien auswählen (siehe oben)
  2. Wallet verbinden/erstellen
  3. Sicherstellen, dass genügend Budget (Gas) für das erste Minting und die Handelsgebühren vorhanden ist
  4. Ggf. Kollektion anlegen
  5. Editor ansteuern, Daten eingeben, Datei hochladen speichern
  6. Ggf. digital signieren
  7. Minten
  8. Festpreis oder Auktion mit Mindestpreis festlegen
  9. Ggf. Verkaufswährung wählen
  10. Ggf. Lizenzgebühren bestimmen
  11. Ggf. Ausgang der Auktion bestätigen
  12. Dokumentation des Kaufs für anfallende Steuer
Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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