Hardware Wallets

Hardware Wallets – Zusammenfassung

  • Hardware Wallets vereinen größtmögliche Sicherheit mit Bequemlichkeit bei der Verwaltung von Kryptowährungen.
  • Sie bieten diese Sicherheit, weil der “Private Key” in der Hardware verbaut ist und Nutzer sie selbst mit unsicheren Geräten (Computer wie Smartphone) nutzen können.
  • Hardware Wallets unterscheiden sich vor allem im Bedienkomfort und der Anzahl der unterstützten Coins. Die Sicherheitskonzepte ähneln sich.
  • Für Bitcoin ist das empfohlene Hardware Wallet die Bitbox02 von Shift Crypto.
  • Wer zusätzlich weitere Coins verwalten möchte (z.B. Ether, IOTA usw.), dem empfehlen wir das Hardware Wallet von Ledger (Nano S und Nano X)
Gesamtbewertung
91%
Nutzerfreundlichkeit
100%
Sicherheit
87%
Privatsphäre
83%

Ledger Nano X

Das Ledger Nano X bietet ein größeres Display und mehr Speicher als das Ledger Nano S und eine drahtlose Verbindung
  • Bluetooth-fähig, somit bequem mit dem Handy verwendbar
  • Display doppelt so groß wie Ledger Nano S
  • umfangreicherer Speicher, um noch mehr Kryptowährungen gleichzeitig zu verwalten
  • In der Vergangenheit hat Ledger Kundendaten durch einen Hackerangriff verloren
119,00 €

Unterstützt die größte Zahl an Kryptowährungen
Gesamtbewertung
93%
Nutzerfreundlichkeit
89%
Sicherheit
100%
Privatsphäre
100%

BitBox02

Die BitBox02 von der Schweizer Firma Shift Crypto, gibt es auch als Bitcoin-Only Version (gleicher Preis)
  • hochwertige Verarbeitung
  • passwortabhängige unterschiedliche Wallets für "glaubhafte Abstreitbarkeit"
  • Display und Touch Bedienung, auch über Smartphone
  • wenige unterstützte Kryptowährungen (Vorteil und Nachteil)
119,00 €

Unterstützt Bitcoin, Ethereum, Litecoin und alle ERC-20 Token
Gesamtbewertung
84%
Nutzerfreundlichkeit
89%
Sicherheit
86%
Privatsphäre
83%

Ledger Nano S

Das günstige Hardware Wallet bietet Nutzern alles, was sie zur langfristigen Aufbewahrung von Bitcoin, Ethereum & Co. benötigen
  • große Auswahl an kompatiblen Kryptowährungen
  • günstigstes empfohlenes Hardware Wallet
  • Vertrauen der Community durch Verlust von Kundendaten verloren
59,00 €

Unterstützt alle großen Kryptowährungen allerdings nicht mehr als 3-4 gleichzeitig
Gesamtbewertung
91%
Nutzerfreundlichkeit
94%
Sicherheit
87%
Privatsphäre
100%

Trezor Model T

Die Premiumvariante von Trezor bietet mehr Speicher und einen Touchscreen.
  • umfangreicherer Speicher, um noch mehr Kryptowährungen gleichzeitig zu verwalten
  • unterstützt mehr Kryptowährungen als das Trezor One
  • Firmware wird bei Einrichtung auf das Gerät gespielt
  • bekannte Sicherheitslücke bei physischem Zugriff auf Gerät und nicht gesetztem Extra Passwort
172,00 €

schwankt wegen Dollar Kurs

Unterstützt alle großen Kryptowährungen und alle ERC 20 Token
Gesamtbewertung
87%
Nutzerfreundlichkeit
89%
Sicherheit
80%
Privatsphäre
100%

Trezor One

Das kompakte Hardware Wallet bietet alle wichtigen Features und einen großen Bildschirm zu einem gutem Preis.
  • relativ günstig bei gutem Komfort
  • schon sehr lange am Markt, bewährte Sicherheit
  • größeres Display als vergleichbarer Ledger Nano S
  • Bekannte Sicherheitslücke bei physischem Zugriff auf Gerät und nicht gesetztem Extra Passwort
58,00 €

schwankt wegen Dollar Kurs

Gesamtbewertung
82%
Nutzerfreundlichkeit
78%
Sicherheit
80%
Privatsphäre
100%

KeepKey

Das Hardware Wallet von KeepKey ist vor allem in der Verbindung mit der ShapeShift Börse zu empfehlen.
  • integrierte ShapeShift-Unterstützung
  • günstigstes Hardware Wallet
  • Weniger unterstützte Kryptowährungen
42,00 €

Unterstützt Bitcoin Ethereum, Litecoin, DASH und alle ERC-20 Token
Gesamtbewertung
71%
Nutzerfreundlichkeit
44%
Sicherheit
87%
Privatsphäre
100%

Coldcard

Die Coldcard von Coinkite kann im Preis Leistungsverhältnis mit der Konkurrenz nicht mithalten. Vor allem was die Usability angeht
  • Secure Element & Open Source
  • Transaktionen komplett ohne Verbindung zum Computer signieren
  • schlechte Usability
  • Bitcoin-only
108,00 €

Unterstützt nur Bitcoin

Be your own bank mit einem Hardware Wallet

Wer als Besitzer von Kryptowährungen wie die eigene Bank agieren will und sich bewusst zur eigenen Aufbewahrung der erworbenen Coins entscheidet, braucht ein Wallet. Zur Auswahl stehen verschiedene Optionen. Beispielsweise gibt es mobile Apps fürs Handy, Software für den Laptop und Browser-Erweiterungen. Als sicherste Aufbewahrungsstelle gelten jedoch Hardware Wallets. Das hat mehrere Gründe:

  • Hardware Wallets sind Geräte.
  • Sie sind nicht mit dem Internet verbunden (cold storage).
  • Der Private Key ist ausschließlich auf dem Gerät gespeichert und lässt sich nicht extrahieren.
  • Transaktionen werden zunächst online angestoßen, und offline signiert.

Für Käufer, die eine langfristige und sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für ihr Krypto-Vermögen suchen, sind Hardware Wallets daher das A und O. Doch welches ist das geeignetste? Welches bietet Besitzern den größten Mehrwert?

Prinzipien von Hardware Wallets

Um das beste Hardware Wallet zu wählen, ist es zunächst wichtig, ihre Prinzipien zu verstehen.

Hardware Wallets gleichen anderen Wallets in der Zugangsmethode zu den Coins. Kein Wallet bewahrt tatsächlich die Coins auf. Stattdessen speichern die Geldbörsen den privaten Schlüssel, mit dem sich die damit verbundenen Coins jederzeit erschließen lassen. Bei Hardware Wallets ist dieser Key grundsätzlich nur auf dem Gerät zu finden.

Auch Desktop Wallets speichern Private Keys nur auf dem verbundenen Gerät. Der Unterschied, der Hardware Wallets so sicher macht, besteht in der Verbindung zum Internet. Als separate Geräte sind sie zu keinem Zeitpunkt online. Besitzer, die Transaktionen ausführen möchten, stoßen sie online an. Erst die Offline-Signatur mit dem Gerät gibt sie zur Ausführung frei. Das macht Hardware Wallets so gut wie unhackbar.

Als besonderer Sicherheitsmechanismus gilt dabei, ob das Digitalportemonnaie über einen Bildschirm verfügt. Die Anzeige ermöglicht es beispielsweise, zu überprüfen, ob die angezeigte Empfängeradresse in der Computersoftware mit der Adresse des Wallets (= Public Key) übereinstimmt. So lassen sich Manipulation durch Drittparteien ausschließen.

Auf allen Geräten sind manuelle Bedienelemente angebracht. Das stellt sicher, dass nur Besitzer zu Akteuren werden. Denn erst das Drücken dieser Knöpfe gibt Transaktionen final frei. Für den Fall, dass Diebe das Wallet erbeutet haben, schützt eine PIN vor unbefugtem Zugriff. Damit wird das Wallet in fremden Händen nutzlos.

Weil kein Gerät vollkommen sicher vor technischem Ausfall oder Diebstahl ist, führten die Macher die sogenannte Recovery oder Seed Phrase ein. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung von 12 bis 24 Begriffen, die Wallet-Besitzer bei der Inbetriebnahme definieren. Ist das Gerät kaputt oder nicht verfügbar, lassen sich die verbundenen Coins auf einem anderen Wallet wiederherstelllen. Das Recovery Sheet, das die Begriffe enthält, sollte gut aufbewahrt und niemals digitalisiert werden. Diese Vorgehensweise kombiniert die Vorteile von Hardware und Paper Wallets.

So haben wir getestet

Bei der Auswahl des richtigen Hardware Wallets sollten Käufer darauf achten, dass es zu ihren Bedürfnissen passt. Wir haben die verfügbaren Hardware Wallets nach folgenden Kriterien untersucht:

Nutzerfreundlichkeit

Hardware: Verarbeitungsqualität, Buttons, Kabel, Anschlüsse, Ausstattung
Display: Größe des Display, Touchscreen

Die Bitbox02 verfügt über ein ansprechendes Display mit Touch-Bedienung. Auch Keepkey und das Model T von Trezor kommen mit Touchscreen, letzteres sogar in Farbe. Die beiden Modelle von Ledger haben physische Knöpfe. Besonderheit des Ledger Nano X ist die Möglichkeit, das Hardware Wallet per Bluetooth zu verbinden. Alle anderen bauen die Verbindung per USB Kabel auf.
Die Bitbox02 bringt als Besonderheit eine Micro SD Karte mit, auf der sich die Backup-Wörter speichern lassen.

Software: Desktop App und/oder Mobile App, Übersichtlichkeit der Software, Benutzerführung, Funktionen in der Software

Bei der Art der Software gibt es deutliche Unterschiede. Im Großen und Ganzen sind sie jedoch alle gut gelungen.

Schnittstellen: Wie verbreitet ist das Hardware Wallet? Lassen sich andere Wallets als das Hersteller Wallet verwenden?

Hier haben Ledger und Trezor aufgrund ihrer Marktreife die Nase vorn. Sie werden von diversen Web- und Handy-Applikationen unterstützt, sodass Nutzer nicht zwingend das Wallet des Herstellers verwenden müssen.

Anzahl Coins: Welche Coins unterstützt das Hardware Wallet?

Auch hier punkten die Hardware Wallets von Ledger und Trezor mit der größten Anzahl an unterstützen Coins (siehe Tabelle unten). Kritiker sehen aber die Gefahr, dass eine große Anzahl von Coins vermutlich die Angriffsfläche auf das Hardware Wallet vergrößern. Nutzer, die nur Bitcoin sichern wollen, sind daher mit der Bitbox02 am Besten aufgehoben. Sie ist als Bitcoin-only Version verfügbar.

Setup Prozess: Wie lange dauert der Setup Prozess und wie intuitiv ist er?

Alle großen Anbieter führen gut durch das initiale Setup. Am schnellsten geht die Einrichtung des Hardware Wallets inklusive Backup der Seed Wörter mit der Bitbox02. Möglich macht dies die mitgelieferte Micro-SD Karte, auf der die 24 Wörter zur Wiederherstellung gespeichert werden. Schließlich ist das Anlegen des Backups der aufwändigste Prozess bei der Einrichtung. Allerdings ist empfohlen, auch bei der Bitbox02 das Backup zusätzlich analog zu speichern.

Sicherheit

Beim Sicherheitskonzept zur Speicherung des Private Keys auf dem Hardware Wallet existieren verschiedene Ansätze mit Vor-und Nachteilen. Es gibt Ledger, die ein sogenanntes “Secure Element” verbaut haben. Es enthält den Key und soll dadurch besonders sicher sein. Nachteil ist, dass dieses Element nicht mit Open Source Software vereinbar ist. Trezor hat kein Secure Element, baut dafür jedoch auf 100% Open Source. Die Bitbox02 wie die Coldcard haben es geschafft, das Beste aus beiden Welten zu vereinigen (Secure Element und Open Source).

Wie lange am Markt? Trezor und Ledger sind die Urgesteine im Hardware Wallet Markt. Die Shift Crypto und ihre Bitbox02 gibt es erst seit ein paar Jahren, genießen aber in der Community ein hohes Ansehe. Das ist nicht zuletzt durch die Fokussierung auf die Bedürfnisse auf die Bitcoin Kernzielgruppe der Fall.

Bekannte Sicherheitslücken / Schwachstellen. Trezor Geräte sind bewiesenermaßen unsicher, wenn ein Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät hat und kein Sicherheitspasswort gesetzt ist. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es Hackern schon gelungen, die Geräte von Ledger zu kompromittieren. Das gelang auch bei physischem Zugriff. Gleiches gilt für das Keepkey Hardware Wallet. Keine dieser Schwachstellen sind für die Bitbox02 und die Coldcard bekannt.

Sonstige Funktionen. Die Trezor-Geräte beinhalten einen Passwort Manager in Form einer Browser-Erweiterung. Die Bitbox02 hat die besten Umsetzung eines Multisig Setups, mit dem man mehrere Clients zur Signierung von Transaktionen einrichten kann.

Privatsphäre

Alle Hardware Wallets lassen sich mit einer eigenen Node verbinden, um Walletinformationen nicht mit dem Anbieter teilen zu müssen. Die Verbindung über das Tor Netzwerks funktioniert ebenfalls auf Wunsch mit allen Wallets.

In Gegensatz zum grundsätzlich annehmbaren Datenschutz gab es leider im Juni 2020 ein katastrophales Datenleck bei Ledger, bei dem mehrere Millionen E-Mail-Adressen und über 200.000 physikalische Adressen von Ledger Kunden abhanden gekommen sind. Diese Daten sind frei im Internet verfügbar. Ein großer Teil der Kunden läuft Gefahr, Ziel von Hackern und im schlimmsten Fall auch Verbrechern zu werden.

Ein nettes Privatsphäre-Feature der Bitbox02 stellt dieMöglichkeit dar, bei Bitcoin-Transaktionen auszuwählen, welche Coins (UTXOs) in den Einsatz kommen. Diese “Coincontrol” macht es leichter die Privatsphäre aufrecht zu erhalten, beispielsweise nach Coinjoins.

Testübersicht

Max PunkteLedger Nano XLedger Nano SBitbox02Trezor OneTrezor Model TColdcard
GESAMT4591%84%93%87%91%71%
Nutzerfreundlichkeit18100%89%89%89%94%44%
Hardware3323232
Software3333321
Schnittstellen (z.B. Webwallets)3332331
Display3323231
Anzahl Coins3332331
Setup3333332
Sicherheit1587%86%100%80%87%87%
Open Source3223333
Secure Element3333113
Wie lange am Markt3332332
bekannte Sicherheitslücken3223223
Sonstige Funktionen (z.B. Multisig)3323231
Privatsphäre1283%83%100%100%100%100%
Optional Tor3333333
Optional: eigener Node3333333
Sonstige Funktionen (z.B. Coin Control)3333333
Datenschutz3113333

Ergebnis und Empfehlung

Im Test der Hardware Wallets stechen drei Geräte klar heraus: Die Bitbox02 sowie die Geräte von Ledger und Trezor. Krypto-Käufer, die ihre Coins gut verwahrt wissen wollen, sind mit diesen Hardware Wallets sehr gut bedient. Denn die Unterschiede in den Eigenschaften sind gering.

Ledger und Trezor führen sowohl ein Standard- als auch ein Premium-Modell. Neulinge haben mit dem Ledger Nano S und dem Trezor One alles, was zu einer sicheren und einfachen Verwahrung nötig ist. Wer es etwas umfangreicher oder komfortabler braucht, greift auf Ledger Nano X und Trezor Model T zurück.

Die Bitbox02 gibt es in einer Bitcoin-only Version. Sie kann aufgrund der oben beschriebenen Features uneingeschränkt empfohlen werden, wenn man nur Bitcoins verwalten möchte.

Die Coldcard gilt gleichermaßen als besonders sicher, ist aber aufgrund der Nutzerfreundlichkeit nicht für Anfänger empfohlen.

Von Hardware Wallets unterstützte Coins - Vergleich

Weitere Hinweise für die Verwendung von Hardware Wallets

Inbetriebnahme von Hardware Wallets

Wenn das Gerät eintrifft, sollten es Käufer zunächst auf mögliche Manipulationen überprüfen. Das gilt sowohl für die Hardware, die intakte Siegel an der Verpackung aufweisen sollte, sowie für die Software. Ledger zum Beispiel lässt Kunden die Firmware auf Einwirkungen überprüfen. Befindet sich Schadsoftware auf dem Gerät, kann es nicht in Betrieb genommen werden.

Im nächsten Schritt werden Recovery Phrase und PIN festgelegt. Achtung: Die Recovery Phrase sollte gut aufbewahrt und niemals in der Cloud abgelegt werden! Bei Wallets, die eine eigene Software zur Verfügung stellen, verwalten Besitzer das Gerät damit. Geräte ohne eigene Desktop oder Mobile Hardware Wallet Software lassen sich mit gängigen Applikationen oder Browser-Erweiterungen verknüpfen.

Achtung: Hardware Wallets sollte man niemals gebraucht oder von einem Drittanbieter kaufen. Das stellt sicher, dass kein anderer Zugriff auf die Recovery Phrase hat.

24 Wörter Seed schützen

Bei der Einrichtung eines Hardware Wallets wird ein Backup in Form von 24 Wörtern angelegt. Es ist NIEMALS angeraten, die eigenen Backup Seed Wörter in einen Computer einzugeben. Stattdessen müssen die Wörter auf einem Papier aufgeschrieben werden.

Bei Wiederherstellung eines Backups, erfolgt das Eingeben der Wörter direkt in das Hardware Wallet.

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