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Hardware Wallets

Source: https://www.blockchaincenter.net/wallets/hardware-wallets/ 

Hardware Wallets: Was sind die Vorteile?

Die Sicherheit bei der Verwaltung von Kryptowährungen zu gewährleisten ist keine leichte Aufgabe. Während man bei Online Wallets auf die Sicherheit des Anbieters vertraut, läuft man bei der Speicherung der Schlüssel auf dem eigenen Rechner Gefahr gehackt zu werden, wenn der Computer nicht frei von Viren oder Malware ist. Die beste Art Kryptowährungen (bzw. die Schlüssel dazu) zu speichern, ist es auf einsogenanntes Hardware Wallet zu vertrauen.

Bei Hardware Wallets ist ein Diebstahl der Kryptowährungen nur dann möglich, wenn der oder die Hacker das Hardware Wallet in ihrem Besitz haben und den Pin beziehungsweise das Passwort kennen. Selbst wenn das Hardware Wallet in einem mit Viren und Malware infizierten Rechner steckt, der Hacker alle Tastatureingaben und den Bildschirminhalt sehen kann, besteht keine Möglichkeit, an die gesichterte Digitalwährung heranzukommen.

 

Hardware Wallets von Ledger

Das Ledger Nano S ist eines der drei Top Hardware Wallets auf dem Markt. Wir empfehlen, das Ledger Nano S auf der Website des Herstellers zu bestellen. Der Kauf über Drittanbieter birgt nämlich das Risiko, auf Betrüger hereinzufallen. Auf KEINEN FALL sollte man ein Hardware Wallet gebraucht auf eBay kaufen. Auch wenn es günstiger sein mag, ist die Gefahr einfach viel zu groß, dass das Hardware Wallet manipuliert ist. Der Verkäufer könnte den Recovery-Seed (das Backup) kennen, mit dem man sich Zugang verschaffen kann

Das Ledger Nano S kostet 94,01 Euro inklusive Versandkosten. Es kommt in einer weiß-grauen Verpackung, die ein wenig an Apple erinnert. Nach dem Auspacken kann es losgehen mit dem Einrichten des Hardware Wallets. Dem Nano S ist eine Getting Started Karte beigelegt, der genau erklärt, wie das Wallet eingerichtet wird. Man ruft hierzu die Website auf (start.ledgerwallet.com). Dort wählt man das passende Hardware Wallet und klickt dann auf Configure my device.

Anschließend verbindet man es über ein USB-Kabel (im Lieferumfang enthalten) mit dem Rechner. Alternativ dazu kann man das Ledger Nano S auch mit einer Steckdose oder einer Powerbank verbinden. Das Hardware Wallet hat zwei Buttons. Drückt man diese gleichzeitig ist das dem Drücken der Enter-Taste auf einem Rechner gleichzusetzen. Zudem kann man mit den Buttons nach oben und unten navigieren. Beim Einrichten stellt das Ledger Nano S ein paar Fragen. Man muss sie nur beantworten und wird so Schritt für Schritt durch die Einrichtung geführt.

WICHTIG: Du bekommst zu Beginn einen Recovery Seed. Dieser besteht aus 24 Wörtern und wird benötigt, wenn Du Dein Wallet verlierst und dann erneut einrichten möchtest. Du solltest den Recovery Seed sehr gut aufbewahren. Außerdem solltest Du es Dir gut überlegen, ob Du den Recovery Seed auf Deinem Rechner oder gar online speichern möchtest. Im Fall eines erfolgreichen Hackerangriffes ist der Recovery Seed dann nämlich weg und Deine Coins höchstwahrscheinlich auch.

Nach der Einrichtung des Hardware Wallets kannst Du entsprechend der Kryptowährungen, die Du darauf abspeichern möchtest, eine Reihe an Apps installieren. Dafür benötigst Du die Chrome-Erweiterung Ledger Manager. Es gibt auch noch eine ganze Reihe weiterer Chrome Erweiterungen von Ledger. Sie helfen Dir beim Empfangen und Versenden Deiner Coins. Das Installieren der Apps ist selbsterklärend, weshalb wir hier nicht darauf eingehen.

Vorteile:

  • relativ günstig im Vergleich
  • Viele unterstützte Kryptowährungen, laufende Weiterentwicklung

 

Ledger Nano S: Bedienung

Um Transaktionen mit dem Ledger Nano S durchführen zu können, muss immer eine Validierung über das Display und die Buttons erfolgen. Dies erhöht die Sicherheit. Eine Manipulation von Transaktionen über infizierte Rechner ist so nämlich ausgeschlossen. Wie bereits erwähnt, bietet Ledger diverse Chrome Erweiterungen an, um ihre Hardware Wallets besser bedienen zu können. Im Test sind wir zwar damit zurecht gekommen, mussten aber auch feststellen, dass die Bedienung nicht immer ganz leicht ist,

Beim Versenden oder Empfangen von Coins hatten wir keine Probleme. Die Bedienung ist so wie man sie auch von anderen Hardware Wallets kennt und stellt den Nutzer vor keinerlei Probleme.

Fazit: Das Ledger Nanos S ist für seinen Preis ein hochwertiges und sehr sicheres Hardware Wallet. Das Handling ist grundsätzlich sehr angenehm. Beim Bedienen über die Chrome Erweiterungen müssen wir jedoch einen Punkt abziehen. Für Leute, die technisch nicht versiert sind, können die Chrome Erweiterungen zu einer Herausforderung werden.

Trezor Hardware Wallets

Trezor bietet aktuell 2Hardware Wallets an. Den etwas älteren und günstigeren Trezor One und den brandneuen Trezor Model T. Sie kommen in einer Verpackung, die über zwei Siegel verfügt. Wenn die Siegel bei Erhalt beschädigt sind, sollte man das Wallet umgehend zurückgeben. Das Risiko einer Manipulation ist sonst zu hoch. Beim Einrichten des Wallets wird man vom Hersteller unterstützt. So ist den Hardware Wallets von Trezor stets eine Anleitung beigefügt, die Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Wie bei jedem Einrichten eines Wallets sollte man sich zu Beginn den Seed notieren. Der Seed sollte sicher aufbewahrt werden und zwar im Idealfall nicht digital, sondern im Papierformat.
Die Hardware Wallets von Trezor kommen ohne Firmware. Dies hat den Vorteil, dass man beim Einrichten immer die aktuellste Version der Firmware erhält. Die Bedienung des Trezor kann entweder über eine Chrome-Erweiterung erfolgen oder über die hauseigene Software Trezor Bridge (für Windows, Linux oder Mac). Das Senden und Empfangen von Kryptowährungen erfolgt in Trezor so wie man es von anderen Hardware Wallets kennt. Man gibt Adresse und Betrag ein (wobei man beim Betrag auch „alles“ wählen kann und dann versendet man seine Coins). Will man an mehrere Adressen gleichzeitig versenden, gibt es die Möglichkeit eines CSV-Uploads.

Vorteile:

  • Model T mit Farbdisplay, Eingabe über Touch
  • Viele unterstützte Kryptowährungen

Fazit: Das Trezor erfüllt alle Ansprüche, die an Hardware Wallets gestellt werden. Dass das Wallet ohne Firmware kommt, ist uns im Test positiv aufgefallen. Zudem gefällt es uns, dass man mit Trezor Bridge nicht auf Chrome angewiesen ist.

Hardware Wallets von Keepkey

Die Firma KeepKey stellt seit 2015 Hardware Wallets her. Das Setup ist dem von Trezor oder dem Ledger Nano S vergleichbar – also relativ leicht. Es hat ein paar interessante Features. Dafür ist es allerdings nicht ganz günstig. Auch das Wallet von KeepKey kannst Du an jedem Rechner benutzen, selbst wenn er infiziert ist. Dies liegt auch daran, dass es mit einem Display ausgestattet ist (Tipp: Beim Kauf lieber ein wenig mehr ausgeben und dafür auf Features wie ein Display nicht verzichten. Es erhöht einfach die Sicherheit). Neben dem obligatorischen Seed stellt KeepKey die Sicherheit in der Form dar, dass auf eine Kombination aus PIN und Zahlen-Randomisierung zurückgreift. So ist der digitale Diebstahl Deiner Coins so gut abgesichert wie es eben geht. Wenn Du das Wallet verlierst, kannst Du es mithilfe des Seeds wiederherstellen (geht auch bei Trezor und Ledger). Das Senden und Empfangen von Coins funktioniert beim KeepKey ähnlich wie bei den anderen vorgestellten Hardware Wallets. Zudem gibt es auch hier die Möglichkeit, mit Chrome-Erweiterungen zu arbeiten.

Fazit: Das Keep Key ist so wie Trezor und Ledger eines der besseren Hardware Wallets auf dem Markt kann aber ansonsten nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten vor allem was die Auswahl der unterstützten Coins angeht..

 

Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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