Bitcoin-Kreditkarten

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Das Wichtigste zu Krypto Kreditkarten

  • Alle aktuell verfügbaren Bitcoin-Kreditkarten sind Debitkarten. Alle Ausgaben gehen direkt von einem Konto oder von einem Krypto-Wallet ab.
  • Bei kostenlosen Karten zahlst du lediglich die Gebühr für den Umtausch der Kryptowährungen. Einige der Karten bieten attraktive Cashback-Programme und Zusatzleistungen. Oft musst du dafür allerdings den hauseigenen Token kaufen.
  • Unsere Empfehlungen sind aktuell die Karten von crypto.com (Midnight und Ruby), Swipe (Saffron und Sky) sowie die Debitkarte von Bitwala.
  • Um Steuervorfälle zu verhindern solltest du nur mit Kryptowährungen bezahlen, die du bereits länger als 1 Jahr besitzt.

Kreditkarten filtern

Kostenlose Karte
Kostenlose Bargeldabhebung
Kostenlose Bezahlung
Krypto Cashback
Bezahlen mit Krypto
DeFi Unterstützung
Crypto.com Card Midnight Blue
1 % CRO Cashback auf alle Käufe (kein Staking erforderlich)

  • Token Swaps
  • Apple Pay / Google Pay Support
  • Eigene App vorhanden + zusätzliche App für DeFi
  • Cashback in CRO-Token
Preis
Leistung
Empfehlung
Details
Cashback
1 % CRO Cashback auf alle Käufe (kein Staking erforderlich)
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Aufladen mit Fiat und Kryptowährung
Kryptowährungen
BTC, ETH, LTC, XRP, PAX, TUSD, EOS und XLM
Informationen zum Anbieter
Crypto.com ist ein Krypto-Unternehmen mit Sitz in Singapur. Es gibt verschiedene Arten von Karten, die jeweils unterschiedliche Vergünstigungen bieten. Die blaue Karte ist kostenlos, während höhere Stufen ein Staking von CRO-Token erfordern.
Unsere Meinung
Die Crypto.com Karte überzeugt mit einer fairen Gebührenstruktur, allerdings wird einem der Kauf von CRO-Token geradezu aufgedrängt, um die wesentlichen Vorteile nutzen zu können. Das Cashback in CRO-Token wird nur ausgezahlt, wenn die Zahlung auch in Krypto erfolgt ist.
Crypto.com Card Ruby Steel
2 % CRO Cashback auf alle Käufe

  • Token Swaps
  • Spotify Premium kostenfrei
  • Edle Metall-Karte
  • Apple Pay / Google Pay Support
  • CRO-Token Staking im Gegenwert von 350 € erforderlich
  • Eigene App vorhanden + zusätzliche App für DeFi
  • Cashback in CRO-Token
Preis
Leistung
Empfehlung
Details
Cashback
2 % CRO Cashback auf alle Käufe
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Aufladen mit Fiat und Kryptowährung möglich
Kryptowährungen
BTC, ETH, LTC, XRP, PAX, TUSD, EOS und XLM
Informationen zum Anbieter
Crypto.com ist ein Krypto-Unternehmen mit Sitz in Singapur. Es gibt verschiedene Arten von Karten, die jeweils unterschiedliche Vergünstigungen bieten.
Unsere Meinung
Die Karte bietet ein attraktives Cashback Programm sowie ein kostenloses Spotify Abonnement. Allerdings ist die Token Einlage für die Nutzung der Vorteile verhältnismäßig hoch, da CRO Token über 6 Monate gestaked (gesperrt) werden müssen. Die Kosten für die Einlage belaufen sich auf 350 Euro. Das Cashback der Karte wird in CRO-Token ausgezahlt, aber nur wenn auch mit Krypto gezahlt wurde.
Binance Visa Card
Minimum 1 % Cashback

  • Direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Google Pay / Samsung Pay Support
  • Staking optional
  • Viele Vorteile nur in Kombination mit dem eigenen Token (BNB)
  • Kein Apple Pay Support
  • Eigene App vorhanden
  • Aufladung mit Binance Account
  • Cashback in BNB-Token
Preis
Leistung
Empfehlung
Details
Cashback
Minimum 1 % Cashback. Abhängig von der durchschnittlichen Menge an gehaltenen BNB-Token über einen Zeitraum von 30 Tagen. Hierfür gibt es ingesamt 7 Kartenstufen.

Binance Cashback Stufen
Stufe 1 0BNB : 1 %
Stufe 2 10BNB (ca. 2633 Euro): 2 %
Stufe 3 50BNB (13164 Euro): 3 %
Stufe 4 200BNB (52656 Euro): 4 %
Stufe 5 500BNB (131640 Euro): 5 %
Stufe 6 2000BNB (526560 Euro): 6 %
Stufe 7 6000BNB (1579680 Euro): 8 %

Limit: max. 1800 EUR Cashback pro Monat
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Für die Bezahlung kann eine Reihenfolge der Kryptos in der App festgelegt werden .
Kryptowährungen
BNB, BTC, ETH und SXP
Informationen zum Anbieter
Binance ist die größte und bekannteste Kryptowährungsbörse. Neben dem Spot-Handel bietet die Börse auch Derivate wie Futures, Optionen und Hebelprodukte auf Kryptowährungen an. Die Auswahl an neuen Dienstleistungen wächst rasant, wozu auch die Binance Card gehört.
Unsere Meinung
Die Binance Card bietet einige attraktive Möglichkeiten Kryptos auszugeben. Allerdings wird auch hier wie bei vielen weiteren Anbietern versucht, den Kunden mittels des eigenen Token noch stärker in das eigene Ökosystem einzubinden. Doch auch ohne den BNB Token gibt es zumindest 1 % Cashback.
Nuri Visa Card
kein Cashback Programm vorhanden

  • Keine Kartengebühren
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • Nur 1 % Trading-Gebühr + Netzwerkgebühr
  • Kein Cashback Programm
  • Keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Kein Apple Pay / Google Pay / Samsung Pay Support
  • Eigene App vorhanden
  • Kein extra Token notwendig
  • Keine DeFi Unterstützung
Preis
Leistung
Details
Cashback
kein Cashback Programm vorhanden
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

keine direkte Bezahlung mit Kryptowährungen möglich
Kryptowährungen
BTC und ETH
Informationen zum Anbieter
Nuri ist eine starkwachsende Neobank mit Sitz in Berlin. Neben dem Kauf von Bitcoin und Ethereum bietet der Anbieter ein deutsches Bankkonto mit Einlagensicherung sowie eine Integration von Celsius Network an, um Zinsen auf die eigenen Bitcoin zu erwirtschaften.
Unsere Meinung

Die Nuri Visa Karte überzeugt als gute kostenlose Karte. Im Vergleich zu anderen Karten ist die Gebührenstruktur sehr einfach gehalten. Beispielsweise fallen weder im Inland noch im Ausland Gebühren für die Zahlung an. Versteckte Kosten sind von vorneweg ausgeschlossen. Nachteilig an der Karte ist nur, dass sie keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung ermöglicht, sodass das hinterlegte Konto stets ausreichend gedeckt sein sollte. Leider fehlt auch ein Cashback-Programm sowie die Unterstützung für mobile Bezahllösungen wie Apple oder Google Pay.

Wirex Card
0,5 % Cashback in WXT Token bei Standardplan

  • Unterstützung für 150 Fiat Währungen sowie zugehörige Bankkonten (inkl. IBAN)
  • keine Bezahlgebühren
  • Cashback In-Store und Online
  • Viele Vorteile nur in Kombination mit dem eigenen Token (WXT)
  • Keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Kein Apple Pay / Google Pay Support
  • Eigene App vorhanden
  • 1 % Gebühr pro Trade
Preis
Leistung
Details
Cashback
0,5 % Cashback in WXT Token bei Standardplan. Bis zu 2 % Cashback in WXT möglich, abhängig von der Anzahl eigener Wirex-Token bzw. dem gekauften "Premium" oder "Elite" Plan.
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Landeswährung kostenfrei, sonst 3 % Gebühr bei Fremdwährungstransaktionen
Kryptowährungen
BTC, ETH, LTC, XRP, WXT, XLM, DAI, NANO, WLO und WAVES
Informationen zum Anbieter
Wirex Limited ist ein auf internationale Zahlungen spezialisiertes FinTech Unternehmen mit Sitz in London. Kerngeschäft ist neben der Wirex Karte das Angebot an zahlreichen Fremdwährungskonten.
Unsere Meinung
Wirex punktet vor allem mit seiner internationalen Ausrichtung. So lässt sich die Kryptokarte problemlos mit internationalen Bankkonten und diversen Währungen koppeln. Auch das Cashback-Programm ist eine attraktive Möglichkeit, allerdings wird es durch die starke Bindung an den Wirex-Token limitiert.
Monolith Card
kein Cashback Programm vorhanden

  • DeFi: Account ist Smart Contract Wallet
  • Kostenlose Krypto-zu-Fiat-Umwandlung
  • Direkte Token Swaps über DEX
  • Google Pay Support
  • Kein Cashback Programm
  • Keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Viele Vorteile nur in Kombination mit dem eigenen Token (TKN)
  • Eigene App vorhanden
  • Prepaid Karte
Preis
Leistung
Details
Cashback
kein Cashback Programm vorhanden
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen

Aufladen nur mit Kryptowährung. 2 % Gebühren fallen beim Aufladen der Karte an.
Kryptowährungen
ETH, ERC-20, MKR, USDT, TKN, DGD und DGX
Informationen zum Anbieter
Das Unternehmen hinter Monolith ist "Token". Token ist der Handelsname der Token Group Limited mit Sitz in Wales. Außerdem emittierte Monolith auch einen Token mit demselben Namen.
Unsere Meinung
Die Monolith Karte ist eine Besonderheit unter den getesteten Karten, da sie als einzige Karte direkt mit einem Ethereum Wallet verknüpft ist. Sie muss deshalb vor jeder Bezahlung als Prepaid Karte aufgeladen werden. Gebühren lassen sich nur durch die Verwendung des eigenen Token TKN oder den Stablecoin DAI sparen.
Bitpanda Visa Card
Bei Guthaben von weniger als 5000 BEST Token (3154 Euro) kein Cashback

  • Cashback in Bitcoin
  • Direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Google Pay / Samsung Pay Support
  • Selbst minimales Cashback (0,5 %) erfordert 5000 BEST (ca. 3154 Euro)
  • Kein Apple Pay Support
  • Eigene App vorhanden
  • Bisher keine DeFi-Unterstützung und kein Staking
Preis
Leistung
Details
Cashback
Bei Guthaben von weniger als 5000 BEST Token (3154 Euro) kein Cashback.

BEST VIP Cashback 
Level 0: 0 %
Level 1 5000 BEST (ca. 3154 Euro): 0,5 %
Level 2 50000 BEST (ca. 31535 Euro): 1 %
Level 3 500000 BEST (ca. 315350 Euro): 2 %
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Kostenlose Bezahlung nur mit Kryptowährungen möglich, Gebühren für Echtzeitkonversion fallen an.
Kryptowährungen
BTC, ETH und diverse weitere populäre Kryptowährungen sowie Bezahlung mit Edelmetallen
Informationen zum Anbieter
Bitpanda ist ein lang etablierter Anbieter mit sehr guter Reputation im Krypto-Ökosystem. Das Unternehmen ist das erste österreichische Unicorn im FinTech-Sektor.
Unsere Meinung
Attraktiv wäre die Karte durch ihre Möglichkeit, Bitcoin als Cashback zu verdienen. Allerdings erfordert dies einen absurd hohen BEST Kontostand von mindestens 5000 BEST (3154 Euro) für 0,5 % Cashback. Schön ist, dass die Bitpanda VISA Karte das Ausgeben von allen Assets des Bitpanda Accounts in Echtzeit ermöglicht (auch zum Beispiel Gold). Die Einsatzmöglichkeiten der Karte sind mit der Karte von Binance vergleichbar.    
Plutus Card
3 % Cashback in PLU-Token

  • DeFi durch Plutus DEX und In-App Token Swaps möglich
  • Google Pay Support
  • Wallets sind Non-Custodial
  • Keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Viele Vorteile nur in Kombination mit dem eigenen Token (PLU)
  • Kein Apple Pay Support
  • Eigene App vorhanden
  • 1,75 % Gebühr pro Trade
  • Cashback nur in PLU-Token
Preis
Leistung
Details
Cashback
3 % Cashback in PLU-Token
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

Kostenlose Bezahlung nur in Landeswährung möglich.
Kryptowährungen
BTC, ETH, PLU
Informationen zum Anbieter
Das Unternehmen hinter Plutus, BLOCK CODE LTD, hat seinen Sitz in London und wurde bereits 2015 gegründet.
Unsere Meinung
Vorteilhaft an Plutus ist die eigene Verwahrung des privaten Schlüssels. Die Wallets sind somit non-custodial und damit eine Besonderheit. Außerdem lassen sich mit dem Staking von PLU-Token zusätzliche Rewards verdienen. Allerdings wird die Karte erst bei 0 % Trading Gebühr wirklich attraktiv, was ab den Stufen Premium (10 € pro Monat) und Pro (17 € pro Monat) der Fall ist.
Eidoo Card
0 - 1,5 % Cashback in PNT, wenn mindestens 20 PNT (20 $ PNT) über 1 Jahr gestaked werden

  • In der Basisvariante eine preiswerte Karte
  • Staking optional (je nach Kartentyp)
  • Viele Vorteile nur in Kombination mit dem eigenen Token (PNT)
  • Keine direkte Krypto-zu-Fiat-Zahlung
  • Kein Apple Pay / Google Pay Support
  • Eigene App vorhanden
Details
Cashback
0 - 1,5 % Cashback in PNT, wenn mindestens 20 PNT (20 $ PNT) über 1 Jahr gestaked werden. Das Cashback wird aber in EDO Token ausgezahlt.
Aufladen / Bezahlen
Kryptowährungen
SEPA Überweisung

keine direkte Bezahlung mit Kryptowährungen möglich
Kryptowährungen
BTC, ETH, alle ERC20- und ERC223-Token
Informationen zum Anbieter
Das Unternehmen hinter Eidoo, Moneyfold Ltd., ist noch relativ neu am Markt und entstand als Absolvent des regulatorischen Sandbox-Programms der FCA. Der Unternehmenssitz ist in Reigate, England.
Unsere Meinung
Das Cashback mit dem eigenen Token überzeugt nicht. Insgesamt wirkt die Aufmachung der Produktlinien im Vergleich zu anderen Anbietern eher minderwertig.

Empfehlenswerte Bitcoin-Kreditkarten

Kryptowährungen sind bisher noch wenig im alltäglichen Zahlungsverkehr angekommen. Einige Anbieter haben diese Lücke erkannt und spezielle Bitcoin-Kreditkarten in ihr Portfolio aufgenommen, mit denen man Kryptowährungen ausgeben kann. Doch der Markt ist groß. Wie funktionieren die Krypto-Kreditkarten? Und welche Karte ist die beste für Nutzer?

Warum Kryptowährungen mit Kreditkarte verbinden?

In der Krypto-Gemeinde ist es selbstverständlich, Online-Zahlungen per Wallet zu tätigen. Beispiele für den Einsatz sind Transaktionen von und zu Börsen oder einfach Überweisungen an Freunde. Verbreitung im alltäglichen Zahlungsverkehr haben Bitcoin & Co. jedoch noch nicht. Auch im Online-Shopping müssen Käufer Glück haben, wenn Kryptowährungen bei der Zahlung zur Auswahl stehen.

Für Nutzer, die einen Teil ihres Vermögens in Coins halten, ergibt sich dadurch ein Dilemma. Ohne Institutionen oder Unternehmen, die eine Brücke zwischen den Coins im Wallet und den akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten der Anbieter schaffen, geht es scheinbar (noch) nicht. 

Bitcoin-Kreditkarten bilden so gesehen eine notwendige Schnittstelle. Sie vereinen die Vorteile einer Kreditkarte, wie die weltweite Zahlung an vielen Akzeptanzstellen, mit dem Zugriff auf die Coins in den eigenen Wallets. Auf dem Markt gibt es viele Anbieter. Für Nutzer ergibt sich damit die Frage: Welche Kreditkarten sind gut? Welche Krypto-Karte ist für mich geeignet? Das haben wir in unserem Test auf die Probe gestellt.

Der Blockchaincenter-Kreditkartentest

Welche Karte empfehlenswert ist, hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten ab. Wird die Karte beispielsweise hauptsächlich zum Abheben von Bargeld genutzt, fallen andere Gebühren ins Gewicht als wenn das Online-Shopping den Löwenanteil einnimmt. Nichtsdestotrotz lassen sich anhand sorgfältig definierter Kriterien allgemeine Empfehlungen aussprechen.

Gewinn machen die Kartenanbieter mit den anfallenden Gebühren, beispielsweise für die Umrechnung von Währungen, oder die Abhebung an Automaten. Eine Besonderheit der Bitcoin-Karten sind Krypto-zu-Krypto-Tauschgebühren.

Die Gebührenstruktur ist zwar relativ ähnlich unter allen Anbietern. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. So nehmen manche Aussteller einen Obolus für jede Transaktion. Bei anderen sind die Umsätze komplett kostenfrei. Dafür fällt womöglich beim Einzahlen ein happiger Betrag an.

Die Krypto-Szene hat für die Karten den Begriff „Bitcoin“-Kreditkarten etabliert. Zwar ist der Bitcoin die meistgenutzte Devise. Viele Karten haben nichtsdestotrotz explizit weitere Kryptowährungen, allen voran Ethereum, im Portfolio der Wallets.

In unserem Test haben wir die Kreditkarten aller bekannten Anbieter unter die Lupe genommen, in virtueller wie physischer Form. Premiumkarten haben wir ausgeschlossen. 

Wie funktionieren Bitcoin-Kreditkarten?

Alle getesteten Krypto-Kreditkarten sind Debitkarten, das heißt Transaktionen werden direkt von einem Referenzkonto oder Krypto-Wallet abgebucht. Sie funktionieren also wie Girokarten. Damit unterscheiden sie sich von den “klassischen” Kreditkarten (Revolving oder Charge), bei denen die Anbieter alle Zahlungen vorfinanzieren.

Daneben gibt es im Krypto-Bereich noch Prepaid-Karten. Debit- und Prepaid-Karten gelten an vielen Stellen nicht als „echte“ Kreditkarten und erfahren daher keine Annahme. Das bekannteste Beispiel sind Mietwagenanbieter. Nutzer sollten daher überprüfen, ob die Annahmestelle explizit Debit- und damit Krypto-Karten ausschließt.

Auf welche Kriterien sollten Karteninteressenten achten?

Bei der Auswahl fallen verschiedene Kriterien ins Gewicht. Für manche Interessenten sind ausschließlich die Gebühren entscheidend. Für andere werden Limits oder Cashback-Programme das Zünglein an der Waage sein.

Gebühren

Gebühren nehmen bei der Bewertung der Kreditkarten den Löwenanteil ein. Denn die Gebührenstruktur und das Nutzungsverhalten bestimmen, wie viel Kartenbesitzer schlussendlich löhnen müssen.

Bei der Auswahl von Krypto-Kreditkarten sind eine Reihe von Gebühren zu berücksichtigen.

Ausstellungsgebühr

Die Gebühren für die Beantragung einer neuen Karte liegen bei bis zu 10 Euro. Ähnlich hoch oder niedrig fällt die Ausstellung einer Ersatzkarte an.

Die meisten Anbieter stellen Karten jedoch komplett ohne Kosten für die neuen Besitzer aus. Da es sich zudem um eine Einmalzahlung handelt, fällt diese Gebühr nicht stark ins Gewicht.

Jahresgebühr

Das sieht bei einer Jahresgebühr, die regelmäßig fällig wird, natürlich anders aus. Die gute Nachricht ist, dass auch hier nur wenige Anbieter eine Grundgebühr erheben.

Vorsicht ist im Premiumsegment geboten. Mit steigenden Vorteilen ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Jahresgebühr größer.

Transaktionsgebühren

Hier sollten Kartenkäufer aufmerksam die Bedingungen studieren. Wer die Karte nur gelegentlich oder für bestimmte Transaktionen nutzt, für den hat die Gebühr wenig Gewicht. 

Bei vielen und besonders bei vielen hohen Transaktionen kann sich ein prozentualer Obolus allerdings schnell läppern.

Transaktionsgebühren sind oft mit Limits gekoppelt. Es lohnt sich, über die besten Kombinationen Bescheid zu wissen und entsprechend die Karte auszuwählen.

Handels- und Tauschgebühren

Die Gewinnmarge für Anbieter kommt hauptsächlich aus der Erhebung von Tauschgebühren. Die von den Börsen wohlbekannte Vorgehensweise definiert, dass die Nutzer pro Währung spezifische  Kauf- und Tauschgebühren zahlen müssen. 

Beispielsweise fällt beim Tausch von Bitcoin zu Fiat ein gewisser Prozentsatz an, der automatisch von der Endsumme in Fiat abgezogen wird.

Bargeldabhebung und Aufladegebühren

Sinn und Zweck einer Kreditkarte ist die bargeldlose Zahlung. Wenn Kartenbesitzer doch einmal Bargeld benötigen, können sie es an einem Bargeldautomaten abheben. 

Das führt bei circa der Hälfte der getesteten Kreditkarten zu Gebühren, die sich entweder in einer Flat Fee oder einer prozentualen Gebühr oder einer Kombination aus beidem niederschlagen.

Im Umkehrschluss sehen sich die Anbieter der Herausforderung gegenüber, große Summen in den Wallets und Konten der Nutzer zu hüten. Um das überschaubar zu halten, erheben einige Aussteller Aufladegebühren, wie beispielsweise Swipe mit 3,9 %.

Wie bei Transaktionsgebühren sind auch bei Abhebungen und Aufladungen Limits zu berücksichtigen. 

Limits

Ein Limit auf der Karte bedeutet nichts anderes als dass Kartenbesitzer eine maximale Grenze bei Geldeingang oder -ausgang haben. Wird diese Grenze überschritten, ist entweder die jeweilige Aktion nicht möglich oder es fallen (weitere) Gebühren an.

Wer beispielsweise Aufladungen über Wochen und Monate verteilen kann, bleibt bei den meisten Karten unter den Limits. Bei anderen Karten wiederum kann das zu saftigen Gebühren führen und eine Bündelung der Einzahlung ergibt mehr Sinn.

Die Anbieter setzen Limits meist auf:

  • Transaktionen wie Online-Zahlungen, Überweisungen und Zahlungen vor Ort
  • Einzahlungen und damit Aufladung des Budgets
  • Abhebungen am Bargeldautomaten

Limits werden wahlweise pro Tag, pro Woche, pro Monat oder pro Jahr festgelegt. Oft besteht auch eine Kombination dieser Fristen.

In wenigen Fällen unterscheiden die Aussteller Limits nach physischer und virtueller Karte.

Tokens & Staking

Anbieter möchten Kunden möglichst eng an sich binden. Dafür gibt es bei Krypto-Kreditkarten mehrere Mechanismen. Das kann sich beispielsweise darin manifestieren, dass Cashback ausschließlich im hauseigenen Token ausgezahlt wird (siehe unten).

Am häufigsten ist jedoch, dass Anbieter den Besitz der eigenen Token und deren Staking zur Bedingung für den Besitz der Kreditkarte machen. Nicht selten ist die erste “Stufe” der Kreditkarte ohne eine solche Voraussetzung für Interessenten zu haben. Mit steigender Stufe in Richtung Premiumsegment, sprich Silber- oder Goldkarten, steigt die Mindestsumme des gestaketen Token. 

Je nach Nutzen des Tokens innerhalb des Ökosystems, der Akzeptanz darüber hinaus, den Vorteilen für Staker und den jeweiligen Kursschwankungen des Tokens wirkt sich das entsprechend aus. Für Hardcore-Fans ist der Schritt von genereller Aktivität auf der Plattform hin zur definitiven Nutzung der Kreditkarte ein einfacher.

Ist man jedoch noch nicht Teil dessen, sollte man sich die Bindung gut überlegen, vor allem bei großen Summen. Denn der Ausstieg wird damit unflexibler.

In unserem Test hat das Staking eine untergeordnete Rolle, da bei allen kostenlosen Karten kein Staking notwendig ist.  

Aufladung und Zahlungsmechanismen

Krypto-Kreditkarten verfügen über zwei verschieden Aufladungs- und Zahlungsmechanismen. Bei der einen bilden Nutzer Reservoirs, aus denen bei der Zahlung geschöpft wird. Bei der anderen laden Inhaber die Karten gleich auf.

Krypto-zu-Fiat bei Zahlung

Die Kreditkarte verfügt über eigene Wallets, oft mehrere nebeneinander (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, etc.).  Nutzer können entscheiden, dass Zahlungen in Fiat-Währungen (Euro, Dollar, etc.) unmittelbar zum aktuellen Kurs umgerechnet werden. Alternativ können sie den Tauschzeitpunkt selbst bestimmen und so einen günstigen Kurs wählen. Zahlungen in Coins sind ebenfalls möglich. 

Viele Anbieter schaffen die Möglichkeit, dass Nutzer selbst festlegen, in welcher Reihenfolge die Wallets “abgebucht” werden. Ist das Bitcoin-Wallet leer, kommt beispielsweise das Ethereum-Wallet an die Reihe, usw.

Die Umwandlung der Kryptos zu Fiat bei der Zahlung ist mit Abstand die häufiger angebotene Variante.

Krypto-zu-Fiat bei Aufladung

Der Inhaber lädt die Karte per Kryptowährungen auf. Auch hier stehen oft mehrere Kryptowährungen zur Auswahl. Sie werden unmittelbar beim Aufladen in Fiat-Währung umgerechnet und als solche dem Guthaben auf der Karte in Fiat gutgeschrieben.

Einige Anbieter ermöglichen direkte Token Swaps über DEX. Wichtig als Kriterium ist auch, ob Google, Apple und/oder Samsung Pay unterstützt werden.

Unterstützte Kryptowährungen

Egal, ob großer Anbieter oder Start-up: Bei allen Kreditkarten sind Bitcoin und Ethereum für die Kreditkarte Standard, oft flankiert vom hauseigenen Token. 

Dazu kommen pro Karte oft eine Handvoll weiterer Kryptowährungen, meist aus den Top 10 oder Top 20 der Währungen nach Marktkapitalisierung. Üblich sind Litecoin und Ripple. Fünf oder mehr Währungen sind eine Seltenheit.

Eine Unterstützung aller Ethereum Token ist ebenfalls selten, kommt aber zum Beispiel bei der Karte von Eidoo vor.

Cashback-Programme

Cashback, also Rabatte beim Bezahlen sind ein beliebtes Feature von Kreditkarten. Auch einige Krypto-Kreditkarten bieten Cashback Programme an. Meist gibt es Cashback aber nicht ohne Gegenleistung. Wichtig ist auch, zu überprüfen, ob Cashback nur für online oder auch für in-store gilt.

Viele Anbieter haben einen Token (unter anderem BEST, BNB oder CRO). Nur wer eine bestimmte Menge davon besitzt, dem werden Prozente eingeräumt. Die Auszahlung erfolgt oft ebenfalls im eigenen Token. 

Da diese Token allerdings Kursschwankungen ausgesetzt sind, kann es sein, dass die Cashback-Prozente eine Milchmädchenrechnung sind. Beispielsweise gibt es 1 % Cashback, gleichzeitig sinkt der Kurs aber um 10 %. 

Bei der Swipe Saffron Karte, der blauen Crypto.com Karte und der Binance Card gibt es auch ohne Token-Kauf 1 % Cashback.

Eigene App

Nur die wenigsten Anbieter haben eine App nur für die Kreditkarte im Portfolio. Viel gängiger ist, dass es eine App für das gesamte Ökosystem gibt. Die Karte verfügt dann über einen eigenen Bereich in der App.

Selbstverständlich ist die Existenz einer eigenen App jedoch noch nicht. Es überrascht nicht, dass vor allem die großen Krypto-Unternehmen die Kreditkartenverwaltung in eigenen Apps abbilden können.

Kreditkarten-Anbieter

Der Krypto-Kreditkartenmarkt ist groß und so überrascht es nicht, dass dort etablierte Plattformen genauso wie disruptive Start-ups mitmischen. 

Anbieter wir Binance, Bitwala, Swipe oder Crypto.com kennen Nutzer von zahlreichen anderen Offerten. Eidoo, Monolith und Plutus sind eher unbekannt. Hier kommt es bei der Auswahl auf die persönliche Präferenz an: Wie wichtig ist langjährige Erfahrung in der Aufbewahrung der Coins für das eigene Sicherheitsgefühl?

Geschäftssitz und Unternehmensform können ebenfalls eine Rolle spielen, zum Beispiel wenn es um regulatorische Aspekte geht.

Zusatzangebote

Neben den “harten” Kriterien, die bei der Auswahl von Krypto-Kreditkarten eine Rolle spielen, haben die Aussteller eine Reihe von weiteren Vorteilen im Angebot. Das können Prämien oder Rabatte sein oder zusätzliche Vorteile auf der eigenen Plattform. 

Eines der derzeit attraktivsten Zusatzangebote sind Ermäßigungen und kostenlose Abonnements bei Partnerunternehmen. Ein Netflix-Abo obendrauf? Wie wäre es mit Prozenten auf die monatliche Spotify-Gebühr? Besonders Swipe punktet hier.

Die Empfehlungen für Krypto-Kreditkarten

Unter Berücksichtigung aller Kriterien sind unsere Empfehlungen aktuell die Karten von crypto.com (Midnight und Ruby), Swipe (Saffron und Sky) sowie die Debitkarte von Bitwala.

Crypto.com

Der ehemals als Monarco bekannte Anbieter ermöglicht Kunden direkte Token Swaps, 1 % CRO Cashback auf alle Käufe und die Aufladung mit einer Reihe von Kryptowährungen.

Obwohl bei der Ruby-Version Staking erforderlich ist, steigt das Cashback automatisch auf 2 % und Spotify Premium ist inklusive.

Eine eigene App sorgt für eine reibungslose Verwaltung. Die Limits bei der Bargeldabhebung werden mit steigender Kartenedition angehoben.

Swipe

Auch Swipe lockt mit 1 % Cashback für Karteninhaber, allerdings wird das in Bitcoin ausgezahlt. Token Swaps, eine breite Auswahl an Kryptowährungen und Spotify Premium runden das Angebot ab.

Ab der Sky-Card steigt das Cashback auf 2 %. Per App lässt sich das dafür notwendige Staking verwalten.

Bei Aufladung mit externer Kreditkarte fallen 3,9 % Gebühren an. Das lässt sich durch eine Überweisung leicht vermeiden.

Bitwala

Bitwala hat kein Cashback-Programm und lässt aktuell Bitcoin und Ethereum zu. Dafür punktet die Karte mit der einfachsten Kostenstruktur im Test.

Sie ist daher ideal für Einsteiger geeignet, die ihre ersten Schritte machen möchten.

Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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