Bitcoin-Kreditkarten

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Das Wichtigste zu Krypto Kreditkarten

  • Bitcoin-Kreditkarten beziehungsweise Krypto-Kreditkarten ermöglichen die Bezahlung mit Kryptowährungen an Kreditkarten-Akzeptanzstellen.
  • Aktuell gibt es nur Prepaid-Kreditkarten.
  • Besitzer laden die Karte vor der Ausgabe mit Coins auf, die entweder gleich oder zu einem individuell gewählten Zeitpunkt zu Fiat-Währungen auf die Karte übertragen werden.
  • Empfehlenswert sind Karten mit geringen Gebühren auf das jeweilige Nutzungsverhalten. Aktuell ist das vor allem die Kreditkarte von crypto.com

Die empfohlenen Bitcoin-Kreditkarten

50$ Bonus ab roter Metallkarte

crypto.com

Komfortables Gesamtpaket aus Konto, Wallet, Kreditkarte, Zinsen auf Kryptowährungen, Kreditoption und Sparplan. 50 Dollar Anmeldebonus bei Bestellung von mindestens einer roten Metall-Kreditkarte

  • mehrere Krypto- und Fiat-Währungen
  • Paket inklusive Wallet, Karte, Zinsen auf Kryptowährungen, Kreditoption und Sparplan
  • bestes Cashback-Programm im Test
  • Empfehlungsprogramm
  • 50 Dollar Signup Bonus nur bei Kauf und Staking von 1000 CRO Token

Weitere Krypto-Kreditkarten

Bitwala

Bankkonto mit Mastercard Kreditkarte (Debit), Krypto Wallet und Trading aus einer Hand

  • Keine Gebühren für Karte und Konto
  • sehr nutzerfreundliche App auch für Anfänger
  • Deutscher Anbieter mit Bankenpartner (Solaris Bank)
  • nur Bitcoin und Ethereum

Wirex Kreditkarte

VISA-Plastikkarte, die sich mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und XRP aufladen lässt. Ideal geeignet für Nutzer, die viele Umsätze, aber wenige Abhebungen haben, und ein hohes Guthaben wünschen.

  • 0,5 % Cashback auf alle Transaktionen mit der Kreditkarte
  • eigene Wallets für die Kryptowährungen
  • keine Gebühren für Ausstellung, Aktivierung, Aufladung und Online-Zahlungen
  • unbegrenzte Anzahl der Aufladungen, bis zu einem Guthaben von 16.000 Euro
  • Abhebebetrag maximal 250 Euro mit 2,25 Euro Kosten (Europa) beziehungsweise 2,75 Euro (weltweit) pro Tag
  • Aufladebetrag maximal 1.000 Euro pro Aufladung

Skrill Kreditkarte

Skrill bietet eine virtuelle oder Prepaid-Mastercard, die sich mit 40 Kryptowährungen aufladen lässt. Auch im weltweiten Einsatz bleiben die Kosten gering.

  • viele Kryptowährungen zur Einzahlung nutzbar
  • Programm für Vielreisende (VIP-Zugang, Reisegeld)
  • Servicegebühr 0,80 Euro pro Monat
  • geringe Abhebekosten (1,75 %)
  • Krypto-zu-Krypto-Tauschgebühren sind ausgewiesen (3,00 %)
  • keine Angaben zu maximalen Abhebungen, Transaktionen und Guthaben

Uquid Kreditkarte

Uquid bietet eine virtuelle und Plastik-VISA, die sich mit "sehr vielen" Kryptowährungen aufladen lässt. Perfekt geeignet für Nutzer, die hohe Abhebesummen haben und ein hohes Guthaben wünschen. Die Karte kann per KYC-Verfahren auf Gold (Premium) upgegradet werden.

  • viele Kryptowährungen zur Einzahlung nutzbar
  • Servicegebühr 0,80 Euro pro Monat
  • geringe Abhebekosten (2,25 Dollar)
  • Goldstatus erweitert auf 20.000 Euro Maximalguthaben, 1.500 Euro pro Abhebung und 2.600 Euro Abhebung pro Tag
  • Silberstatus begrenzt Aktionen mit der Karte: maximal 5 Aufladungen, 6 Transaktionen und 4 Abhebungen jeweils à 150 Euro pro Tag

Kryptowährungen sind bisher noch nicht im alltäglichen Zahlungsverkehr angekommen. Findige Anbieter haben diese Lücke erkannt und spezielle Bitcoin-Kreditkarten in ihr Portfolio aufgenommen. Doch der Markt ist groß. Wie funktionieren die Krypto-Kreditkarten? Und welche Karte ist die beste für Nutzer?

Warum Kryptowährungen mit Kreditkarte verbinden?

In der Krypto-Gemeinde ist es selbstverständlich, Online-Zahlungen per Wallet zu tätigen. Beispiele für den Einsatz sind Transaktionen von und zu Börsen, diverse Online-Shops oder einfach Überweisungen an Freunde. Verbreitung im alltäglichen Zahlungsverkehr haben Bitcoin & Co. jedoch noch nicht. Berlin, die vielleicht digitalste Stadt, kommt über 100 lokale Akzeptanzstellen nicht hinaus. Auch im Online-Shopping können Käufer bereits froh sein, wenn sie überhaupt per Kreditkarte oder Paypal zahlen können.

Für Nutzer, die einen Teil ihres Vermögens in Coins halten, ergibt sich dadurch ein Dilemma. Ohne Institutionen oder Unternehmen, die eine Brücke zwischen den Coins im Wallet und den akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten der Anbieter schaffen, geht es nicht. Bitcoin-Kreditkarten bilden so gesehen eine notwendige Schnittstelle. Sie vereinen die Vorteile einer Kreditkarte, wie die weltweite Zahlung an vielen Akzeptanzstellen, mit dem Zugriff auf die Coins im eigenen Wallet.

Wie funktionieren Bitcoin-Kreditkarten?

Herkömmliche Kreditkarten unterscheiden sich nach der Art des hinterlegten Guthabens:

  • Revolving: Der Anbieter finanziert alle Zahlungen vor. Es liegt in der Verantwortung des Kartenhalters, die entstandenen Schulden zu begleichen, zum Beispiel per Überweisung. Für nicht rechtzeitig gezahlte Summen fallen Kreditzinsen an.
  • Charge: Der Anbieter finanziert alle Zahlungen vor. Die entstandenen Schulden bucht er automatisch, zum Beispiel monatlich, von einem Referenzkonto ab. Ist das Konto nicht ausreichend gedeckt, fallen Zinsen an.
  • Debit: Die Kreditkarte funktioniert wie eine Girokarte. Der Anbieter bucht entstandene Schulden sofort und direkt vom Referenzkonto oder vom Krypto-Guthaben ab.
  • Prepaid: Der Karteninhaber muss die Karte mit einem bestimmten Guthaben aufladen. Zahlungen lassen sich nur bis zu dieser Obergrenze tätigen.

Krypto-Kreditkarten sind bisher ausschließlich Prepaid. Überschneidungen zu Revolving- und Charge-Mechanismen bestehen in der Möglichkeit, Sofortkredite auf die Karten aufzunehmen. Einige Anbieter überlappen die Guthaben der Nutzer auch mit der Option, Zinsen auf die eingezahlten Coins zu verdienen.

Daneben existieren Cashback-Programme, mit denen Nutzer Coins oder Token auf bestimmte Transaktionen erhalten können.

Debit- und Prepaid-Karten gelten an vielen Stellen nicht als „echte“ Kreditkarten und erfahren daher keine Annahme. Das bekannteste Beispiel sind Mietwagenanbieter. Nutzer sollten daher überprüfen, ob die Annahmestelle explizit Prepaid- und damit Krypto-Karten ausschließt.

Bei den Bitcoin-Kreditkarten unterscheiden Anbieter zusätzlich zwischen der Art der Aufladung des Guthabens.

„Echte“ Bitcoin-Kreditkarte

Die Kreditkarte verfügt über ein eigenes Wallet. Der Nutzer kann entscheiden, dass Zahlungen in Fiat-Währungen (Euro, Dollar, etc.) unmittelbar zum aktuellen Kurs umgerechnet werden. Alternativ kann er den Tauschzeitpunkt selbst bestimmen und so einen günstigen Kurs wählen.

Zahlungen in Coins sind ebenfalls möglich. Hier kommt es auf die jeweilige Akzeptanzstelle an. Nimmt sie Bitcoin, Ethereum & Co. entgegen, lassen sich Zahlungen direkt realisieren.

„Unechte“ Bitcoin-Kreditkarte

Der Inhaber lädt die Karte per Kryptowährungen auf. Sie werden unmittelbar beim Aufladen in Fiat-Währung umgerechnet und als solche dem Guthaben auf der Karte gutgeschrieben. Das ist aktuell die häufigste, weil simpelste, Form. Auch hier ist oft ein Wallet im Angebot zu finden. Es existiert jedoch separat vom Kartenguthaben.

Bitcoin-Kreditkarten sind sowohl als Scheckkarte für die Geldbörse als auch in virtueller Form erhältlich. Eine Karte nur als elektronischen „Abdruck“ vorliegen zu haben widerspricht dem Ausgangskonzept. Für die Zahlung im Online-Shopping reicht diese Version allerdings völlig aus. Wer also ausschließlich den Einsatz online oder per Zahlungsdienst wie Apple Pay beabsichtigt, findet sich damit gut zurecht.

Zur Verwaltung der Karten und der Guthaben auf ihnen stellen die Anbieter Apps bereit.

Die Krypto-Szene hat für die Karten den Begriff „Bitcoin“-Kreditkarten etabliert. Zwar ist der Bitcoin die meistgenutzte Devise. Viele Anbieter schließen nichtsdestotrotz explizit weitere Kryptowährungen, allen voran Ethereum, ein.

Gewinn machen die Kartenanbieter mit den anfallenden Gebühren, beispielsweise für die Umrechnung von Währungen, die Abhebung an Automaten oder die monatlichen Servicefees. Eine Besonderheit der Bitcoin-Karten sind Krypto-zu-Krypto-Tauschgebühren.

Marktüberblick

Als die ersten Krypto-Kreditkarten auf den Markt kamen, etablierte sich ein Aussteller schnell als der Hauptlieferant in Europa: Wavecrest.

Viele Unternehmen wollten möglichst zügig die Nachfrage der Kunden bedienen und schlossen Verträge mit der Bank aus Gibraltar.

Auswirkungen der Wavecrest-Sperre 2018

Das erwies sich im Nachhinein als Fehlentscheidung. Visa kündigte Anfang 2018 die Zusammenarbeit auf, weil sich Wavecrest nicht an deren Spielregeln gehalten hatte. Für Tausende von Kunden bedeutete das eine sofortige Sperre ihrer Karten. Die Fachszene munkelt, dass die Ursache in der ungenauen Überprüfung der Antragsstelleridentitäten gelegen hatte.

Zwar gab es zum Zeitpunkt des Kartenausfalls einige weitere Anbieter auf dem Markt. Die Auswirkungen des Lizenzentzugs zeigten sich allerdings bis Frühling 2020. Viele Unternehmen warben weiterhin mit dem Angebot einer Kreditkarte, konnten aber aufgrund dieser Tatsache keine Karten ausgeben. Andere entschieden schlicht und einfach gegen eine weitere Herausgabe für europäische Nutzer.

Unternehmen, die Krypto-Kreditkarten für europäische Kunden bieten oder (wieder) im Portfolio haben, sind im Folgenden beschrieben. Die Wartelisten, die zunächst angesetzt wurden, sind aktuell in der Abarbeitung. Für manche Kunden bedeutet das weiterhin Warten. Viele haben jedoch bereits ihre Karten erhalten oder wissen über den genauen Auslieferungszeitpunkt Bescheid. Eine der am meisten erwarteten Karten, Monaco, stellt beispielsweise seit Mai 2020 unter dem neuen Namen crypto.com Karten aus.

Auswirkungen der Wirecard-Sperre 2020

Wegen vermuteter Bilanzfälschung war Wirecard 2020 in die Schlagzeilen geraten. Im Zuge des Insolvenzverfahrens veranlassten die Behörden die Ende Juni die Sperrung aller von Wirecard herausgegebenen  Kreditkarten. Das betraf die Kunden von crypto.com sowie TenX. Das letztere Unternehmen ist für deutsche Nutzer der einzige Anbieter von Wallet-basierten Kreditkarten.

Die Sperrung wurde bereits nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Grund dafür war, dass der Kreditkartenaussteller – die Tochterfirma Wirecard UK – eine getrennte Bilanzführung vorweisen kann.

Aktuell weist alles darauf hin, dass die Guthaben verfügbar bleiben. crypto.com hatte als Überbrückungsmaßnahme alle Einzahlungen von den Kreditkarten auf die hauseigenen Wallets genommen. Kunden mussten daher für die Nutzung der Karten die Gelder erneut einzahlen.

Sowohl crypto.com als auch TenX gaben bekannt, dass sie einen Anbieterwechsel beabsichtigen. Das Ende der Zusammenarbeit mit Wirecard ist also nur eine Frage der Zeit.

Empfehlenswerte Bitcoin-Kreditkarten

Welche Karte empfehlenswert ist, hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten ab. Wird die Karte beispielsweise hauptsächlich zum Abheben von Bargeld genutzt, fallen andere Gebühren ins Gewicht als wenn das Online-Shopping den Löwenanteil einnimmt.

Die Gebührenstruktur ist zwar relativ ähnlich unter allen Anbietern. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. So nehmen manche Aussteller einen Obolus für jede Transaktion. Bei anderen sind die Umsätze komplett kostenfrei. Dafür fällt womöglich beim Einzahlen ein happiger Betrag an. Die größten Unterschiede gibt es beim maximalen Guthaben sowie den Begrenzungen für Einzahlungen sowie Abhebungen.

Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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