Holger

Decentralized Finance – DeFi

DeFi in aller Kürze

  • Decentralized Finance, auch als DeFi bekannt, bilden klassische Finanzkonzepte in Blockchain-Anwendungen ab.
  • Seit Ende 2018 steigt die Zahl der Anwendungen und Nutzer stark an.
  • DeFi bietet Nutzern, die ihre Coins einsetzen möchten, neue Möglichkeiten.

Was ist Decentralized Finance?

Decentralized Finance, kurz DeFi,  steht für die Verbindung von klassischen Finanzkonzepten- und produkten, wie sie aus dem Bankwesen bekannt sind, mit der Blockchain-Technologie. Bei DeFi geht es darum, altbekannte Prinzipien auf die Welt von Kryptowährungen und Distributed Ledger Technologie zu übertragen. Dahingehend greift Decentralized Finance auf Instrumente wie Darlehen, Währungstausch, Verzinsung, Anleihen und mehr zurück. Das vielversprechende Potenzial dieser Sparte hat dazu geführt, dass seit dem letzten Quartal 2018 ein kleiner Boom für DeFi-Applikationen eingesetzt hat. Mittlerweile formierte sich sogar ein Konsortium, bestehend aus führenden Firmen in diesem Bereich, mit dem Namen DeFi Movement. Decentralized Finance ist aber nicht gleich Decentralized Finance. Der Begriff erfasst im weitesten Sinne alle Transaktionen mit monetärem Bezug im DLT-Bereich und ist eher synonym mit Open Finance. Im engeren Sinne bezeichnet Decentralized Finance und speziell DeFi die oben genannten Anwendungsfälle.

Wozu ist es gut, klassisches Finanzwesen mit Blockchain zu verbinden?

Als der Bitcoin 2008 seinen Anfang nahm, trat er an, um eine vollkommen neue Alternative zur Finanzwelt zu bieten. Zehn Jahre später haben Bitcoin & Co. einen Platz im globalen Wettbewerb um Transaktionen. Eine weitreichende Annahme hat jedoch nicht stattgefunden. Viele Konzepte, die im Banking seit Jahrhunderten erfolgreiche Anwendung finden, sind gut und sinnvoll. Die Möglichkeit beispielsweise, Kredite aufzunehmen, um zu investieren oder kurzfristige Zahlungsschwierigkeiten zu überbrücken, ist ein legitimes Finanzprodukt. Warum sollte man sie also über Bord werfen? Decentralized Finance setzt genau hier an. Die Konzepte werden nach und nach in den Blockchain-Bereich gespiegelt und dort mit entsprechenden Produkten aufgebaut. So profitieren Nutzer vom Besten aus beiden Welten. Diese Herangehensweise macht die langfristige Anlage in Kryptowährungen interessant. Coin und Tokens liegen ohne konkrete Gelegenheit sonst einfach in den Wallets der Nutzer.

Stellenwert von DeFi

Der Boom rund um Decentralized Finance macht sich nicht nur an der gesteigerten Nutzung der jeweiligen Apps spürbar. Aktuell sind beispielsweise circa 3 Prozent aller Ether in DeFi Apps eingelagert. Ethereum und insbesondere ERC-20 Token sind zentrale Säulen für das Wachstum von Decentralzed Finance Applikationen.

dApps im Bereich DeFi

Einige dApps, die auf den Prinzipien des dezentralisierten Finanzwesens fußen, sind bereits seit Jahren im Umlauf. Die meisten Applikationen spülen aber seit Ende 2018 auf den Markt.
Zu den wichtigsten dApps zählen:
Compound
Interessenten können auf der Plattform sowohl einzahlen und damit Zinsen verdienen als auch Coins leihen.
MakerDAO
In dieser dApp hinterlegen Kunden ausreichend Ether. Im Gegenzug erhalten sie Stablecoins (DAI), die sie beispielsweise gegen Dollar eintauschen können. Siehe hier für eine genauere Erläuterung sowie unseren Test.
Uniswap
Wer Tokens erworben hat und sie wieder verkaufen möchte, muss auf einer Börse ein passendes Tauschpaar lokalisieren. Nur die wenigsten Token sind damit wirklich frei handelbar. Uniswap ändert das, indem Nutzer dort einfach ERC20 Tokens gegeneinander (und gegen Ether) tauschen können. Hier der ausführliche Artikel zu Uniswap.
Dharma
Mit dem Dharma Protokoll kann man dezentralisierte Darlehen vergeben oder nehmen. Hier der ausführliche Bereicht zur DeFi App Dharma.
Eine Übersicht der dApps mit den höchsten Investitionen in USD hat DeFi Pulse.

Ausblick

DeFi ist aufgrund der Komplexität aktuell noch nicht wirklich etwas für Normalnutzer. Die DeFi dApps sind jedoch gerade für Coin-Besitzer mit einem etablierten Portfolio attraktiv. Anstatt das Vermögen in Wallets zu binden, setzen sie über DeFi-Anwendungen ihre Coins ein und können gegebenenfalls Zinsen erhalten. Nichtsdestotrotz bieten diese Kanäle in der Zukunft womöglich eine Brücke zwischen traditioneller Finanzwelt und offener Blockchain-Welt.
Disclaimer: Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Keine der hier aufgeführten Informationen sind als Anlageberatatung zu verstehen. Alle genannten Kurse sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch den den Haftungsausschluss im Impressum.
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