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Status ‘Q’ – Die IOTA Prognose

Nach einem starken Anstieg im November des Jahres 2017 auf einen Kurs von bis zu 5 Euro, ist der IOTA-Kurs teilweise bis auf unter 1 Euro gefallen, bevor der Hype um ‘Qubic‘ im April eine kurzfristige Wende im Kurs brachte. Die Roadmap war den Anlegern aber wohl nicht konkret genug, sodass sich der Kurs nach und nach wieder der 1-Euro-Marke angenähert hat. Für die nächste Zeit stehen weiterhin einige handfeste, aber auch spekulative Ereignisse an, die großen Einfluss auf den Preis haben könnten. Die wichtigsten Punkte haben wir hier  zusammengefasst:

Qubic – Smart Contracts, Oracles und die Möglichkeit, Rechenkapazität auszulagern

Inzwischen wissen wir ungefähr, was wir von dem Projekt ‘Qubic’ zu erwarten haben. Allerdings sind die Einzelheiten, wie und wann genau alles umgesetzt werden soll, noch immer unklar. Gegen Ende des Jahres, wenn die Spezifikation der extra dafür entwickelten Programmiersprache ABRA und das Whitepaper veröffentlich wird, werden wir mehr wissen. Bis dahin ist wohl Geduld angesagt. Das Potential scheint auf jeden Fall gewaltig, wenn man der IOTA Foundation glauben möchte. Sie schwärmt von all den Möglichkeiten, die sich durch Qubic ergeben. So soll es zum Beispiel auch möglich sein, durch sogenannte Gateways jegliche Kryptowährung und eventuell auch Fiat-Währung zu verschieben. Gelingt dies, wird sicherlich auch der IOTA Token davon profitieren.

Neue Exchanges listen IOTA

IOTA ist immer noch auf relativ wenigen Exchanges gelistet. Zusätzlich gibt es oft nicht einmal ein Fiat-Paar mit IOTA. Es ist also für viele noch relativ schwer, IOTA zu kaufen. D. Schiener, einer der Gründer von IOTA, hatte bereits vor langer Zeit angekündigt, dass sechs bis acht Exchanges alles für die Implementierung von IOTA vorbereitet haben und quasi nur noch auf einen Knopf drücken müssen, um IOTA live zu schalten. Warum das bisher nur bei manchen Exchanges (Coinfalcon, Bitpanda) geschehen ist, hat vielleicht auch damit zu tun, dass die IOTA Foundation an einem “Exchange Hub” arbeitet. Dadurch soll es den Exchanges erleichtert werden, IOTA mit all seinen spezifischen Eigenschaften (keine Blockchain!) zu listen. Da es bei so einem Thema allerdings immer auch um sehr viel Geld geht, durchläuft dieses Exchange HUB aktuell immer noch einen Sicherheits-Audit. In einem Markt, in dem auch konventionelle Börsen (Stock Exchanges, Wallstreet, usw.) zunehmend versuchen, einen Teil vom Kryptokuchen zu ergattern, ist es sicherlich auch interessant, dass D. Schiener schon immer das Ziel hatte, sich von den Kryptobörsen zu lösen. Meine Vermutung ist, dass dieses Exchange HUB auch deshalb entwickelt wird, damit konventionelle Börsen IOTA listen können. IOTA als NON-Profit Organisation hat sicherlich das Potential, alle rechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen, um diesen Schritt in das „alte“ Bankensystem zu machen.
Prognose: Coinbase wird sicherlich nicht dabei sein. Aber zumindest die reinen Kryptobörsen werden bald alle IOTA führen. Der Einfluss auf den Kurs wird allerdings nur kurzfristig zu sehen sein. Außerdem schielen wir auf die konventionellen Börsen, die sich mittlerweile mehr und mehr für Kryptowährungen interessieren.

Datenmarktplatz wird veröffentlicht

Aktuell arbeiten die 70 Firmen im Testnetz daran. Was sie wirklich verkaufen wollen und welche neuen Geschäftsfelder sich ergeben, wird erst klar, wenn der Datenmarktplatz öffentlich zugänglich ist und auf dem Tangle läuft. Danach können auch andere Firmen und Einzelpersonen ihre Daten verkaufen. Das wird die Transaktionsgeschwindigkeit auf dem Tangle weiter beschleunigen (Stichwort: IOTA ist skalierbar).
Prognose für den IOTA-Kurs: Der Datenmarktplatz soll eins der Killer-Features von IOTA werden. Insofern wird sich der Erfolg / Misserfolg dieses Projekts deutlich im Preis widerspiegeln.

Source Code vom Koordinator wird veröffentlicht

Ein Kritikpunkt bei IOTA ist, dass der Tangle aktuell noch von einem Koordinator unterstützt wird. Der soll den Tangle solange beschützen, bis die Anzahl an Transaktionen groß genug sind, damit ein Angriff ausgeschlossen werden kann. Aus irgendeinem Grund haben die Entwickler den Source Code aber bisher noch nicht veröffentlicht. Das produziert aktuell viel Unsicherheit. Viele Leute sagen, IOTA sei durch den Koordinator zentralisiert. Und es hat sich auch gezeigt, dass er oft verantwortlich ist, wenn das Netzwerk nicht so gut läuft. So wie es aussieht, wird der Koordinator wohl zunächst dezentralisiert, also auf viele Schultern verteilt, bevor er nach und nach abgeschaltet werden kann. Wie genau das funktioniert, liegt aber noch in den Sternen.
Prognose: Außer in der Community selbst wird dieses Ereignis keine großen Wellen schlagen. Jedoch wird ein zentraler Angriffspunkt von IOTA sowohl in der Außendarstellung als auch in der Netzwerksicherheit ausgeschaltet.

TPS nehmen zu => Transaktionen werden schneller

Während aktuell manchmal nur ca. 2-10 Transaktionen pro Sekunde (TPS) auf dem Tangle laufen, sollen bis Ende des Jahres 2018 bis zu 1.000 TPS ausgeführt werden.  Wenn zu diesem Zeitpunkt dann auch der Koordinator abgeschaltet ist, gibt es wahrscheinlich kein anderes System, das derart dezentral aufgestellt ist wie IOTA. In diesem System ist jeder User gleichzeitig auch“Miner”, der Transaktionen bestätigt.

IRI Implementierung in C++, Rust und Go

Da IOTA Nodes basieren aktuell auf Java und benötigen relativ viel RAM und CPU. Durch eine effizientere Programmierung soll ein Full Node auch auf einem Raspberry Pi funktionieren, was die Dezentralisierung und die Stabilität vom Tangle weiter verbessert. Aus der Community gibt es bereits vielversprechende Ansätze (carrIota Hercules) und erste Entwicklungen zeigen, dass selbst mit einem Raspberry Pi hohe TPS und kurze POW Zeiten (Millisekunden) möglich sind.

Jinn Prozessor

Come-from-Beyond, einer der Gründer von IOTA, ist schon seit vielen Jahren dabei, einen Trinären Prozessor (rechnet mit -1,0,1) zu entwickeln, der speziell für die Maschinen im IOT Bereich gedacht ist. Da es Jinn schon vor IOTA gab, liegt die Vermutung nahe, dass Jinn speziell auch für IOTA entwickelt wurde.

ICT Project

Ebenfalls von Come-from-Beyond wurde das ICT-Project ins Leben gerufen. Was genau es damit auf sich hat. ist noch nicht bekannt. Aber es hat offenbar etwas mit Schwarmintelligenz zu tun. Die Community wurde aufgerufen, extra besonders schwache Raspberry Pis bereitzustellen und wird von Zeit zu Zeit aufgefordert, Programme darauf abzuspielen. Eine Möglichkeit könnten sogenannte Swarm-Nodes sein. Auf diese Weise müsste eine einzelne Node nicht immer den gesamten Tangle speichern, sondern nur einen Teil davon. Eine andere Idee sind Permanodes, die dadurch umgesetzt werden könnten. Das sind Knoten, die den gesamten Tangle bis zur Genesistransaktion für immer speichern.

Trinity Desktop

Nachdem die Community von der Beta-Version des Android Trinity Wallets bereits ziemlich begeistert war, scheint die Desktop-Version des Trinity Wallet auch bald fertig zu sein. David Sonstebo hat angekündigt, dass das Trinity Wallet im Bereich von Kryptowallets einen neuen Standard setzen wird, was den Bereich von Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit angeht. Wenn dann auch noch die IOS-Version des Trinity Wallets bereit steht, werden sicherlich neue Personen das System ausprobieren und eventuell auch Token kaufen.

Automatische Snapshots

Eine wunderbare Eigenschaft des Tangles ist, dass jeder Knoten nicht zwangsläufig die ganze Blockchain (in diesem Fall den Tangle) bis zur Genesistransaktion zurück speichern muss. Nach einem Snapshot wird der Tangle sozusagen abgeschnitten und der Knoten muss nur noch wissen, wie viele IOTAs in welchem Wallet sind. Aktuell werden diese Snapshots noch zentral von der IOTA Foundation gesteuert was immer auch ein aufwendiger Prozess ist. In Zukunft soll aber jeder Knoten selbst entscheiden und zwar je nachdem, wie viel Speicherplatz ihm zur Verfügung steht. Erst dann sind sogenannte Spammer erwünscht, die das Netzwerk mit Transaktionen fluten, um es schneller zu machen (Stichwort Skalierbarkeit).

Integration von IOTA in Hardware Wallets (z. B. Ledger Nano, Trezor, usw.)

Die Community hat schon erste erfolgreiche Implementierungen geschafft. Wenn das zukünftig für die breite Masse verfügbar sein wird, müssen sich die User keine Sorgen mehr über die Sicherheit ihrer Seeds (quasi Benutzername und Paswort in einem) machen.
UPDATE: Inzwischen gibt es eine funktionierende IOTA Hardware Wallet Integration (Beta) mit dem Ledger Nano S. Zusammen mit dem Trinity Wallet wird es somit voraussichtlich im Sommer 2018 eine sichere Harware Wallet Lösung für IOTA geben.

IOTA-Ökosystem und Software wird als “production ready” deklariert

Was viele Investoren bei IOTA gerne vergessen: Im Gegensatz zu Bitcoin, dass schon seit fast 10 Jahren läuft, befindet sich IOTA immer noch im Beta-Status. Zu dem Zeitpunkt, an dem IOTA offiziell als “production ready” ausgerufen wird, sollte der Kurs sicher nach oben gehen…

IOTA Foundation wächst und entwickelt sich weiter

Die IOTA Foundation ist mittlerweile auf fast 50 Personen angewachsen und will bis Ende des Jahres bis zu 100 Leuten eingestellt haben. Diese halten auf der ganzen Welt verteilt Vorträge und entwickeln das Ökosystem von IOTA weiter. In einem SummerSummit haben sie sich das erste Mal getroffen, um sich auf einen einheitlichen Kurs einzuschwören. Ich denke, dieses Event ist so etwas wie ein echter Startschuss für die Arbeit der Foundation. So wie es D. Sonstebo beschreibt, sind sie sehr glücklich mit dem Talent und dem Teamspirit, das sich in der Stiftung eingestellt hat. Ich denke, davon werden wir noch viel hören. Zumal zu dem Event auch viele NGOs und Partner aus unterschiedlichen Industrien dabei waren…

Real-World-Anwendungen

Ein großes Thema werden dieses und nächstes Jahr auch Real-World-Anwendungen sein. Neben Testzentren für autonome Fahrzeuge sind bereits erste Prototypen für Supply Chain, Smart Citys und Industrie 4.0 an den Start gegangen. Inwieweit es diese Proof of Concepts (POC) in die Echtwelt schaffen, bleibt abzuwarten. Außerdem wird es digitale Identitäten für Maschinen und Menschen geben (Taiwan setzt bereits auf die Tangle Technology und will ihren Bürgern jeweils eine Tangle ID geben). Spannend wird es auch bei den Firmen VW, Bosch, Fujitsu und all den anderen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen (z. B. UNOPs), die bereits bekannt gegeben haben, dass sie mit IOTA zusammenarbeiten. Ob diese Partner auch nach den POC-Studien auf IOTA setzen und die Technologie großflächig anwenden, ist aktuell noch nicht klar. Gerade aber im Automobilbereich und in der Industrie 4.0 scheint sich da etwas Größeres anzubahnen. Das bringt IOTA dem Ziel näher, als “Backbone of the IOT” zu fungieren.

Es bleibt also spannend um die Kryptowährung IOTA in 2018…

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8Kommentare

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1

ja, klingt soweit alles super. Das dumme ist nur, dass all diese positiven News und Entwicklungen der letzten Monate im großen und ganzen völlig unbeachtet an den Märkten vorbeigehen… während z.B. Stellar (nur) wegen einer “Sharia-Zertifizierung” 30% nach oben schießt, tritt Iota nur noch auf der Stelle – mit stetig leicht fallender Tendenz. Wenn jetzt auch noch der Bitcoin nochmal dumpt, dürfte es richtig “lustig” werden. Iota ist für viele wohl noch nicht mehr als die pure, unbegreifbare Zukunftsmusik. Man stelle sich vor, z.B. Eth würde solche News-am-Fließband abliefern – dessen Kurs läge wohl mittlerweile bei $2k.

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hey Holger,

Wann wird denn “project Q” veröffentlicht? und was genau bringen BNBs? ich hab mir ein paar gekauft da ich dachte dass mann dann 50% weniger zahlen muss, hatt aber nicht ganz so gut geklappt…

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Hallo Lasse,
Q weiss keiner, es hiess mal Q1 2018, also dann vielleicht im ersten Halbjahr 2018
Ja, mit BNB spart man 50% der Handelsgebühren auf Binance. Lohnt sich also hauptsächlich für Leute die viel traden, da die Handelsgebühren ja eh schon relativ gering sind auf Binance

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Ha, das bist ja Du Holger 🙂 Gut zusammengefasst. Wie schätzt Du die Chancen auf DATA streamr ein, was glaub ich auch auf dem Tangle basiert…

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Fabio! Wie hast du dich hier verirrt?

Soweit ich weiss, zielen IOTA und Streamr nur beide auf die gleiche Nische (IOT Sensor Daten – > Datenmarktplatz), aber haben technisch nicht so viel gemeinsam

6

IOTA/USD pair gibt es auf Bitfinex!

7

super zusammengefasst!!

8

Danke! Freut uns, dass es gefällt!

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